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Ein Riesenkrater verschluckt 20 Autos. Ein Fall für KFZ-Versicherung?

Ein Riesenkrater verschluckt 20 Autos. Ein Fall für KFZ-Versicherung?

Geschrieben am: 01-12-2016

ein aufsehenerregender Vorfall ereignete sich in Florenz im Mai dieses Jahres. Mitten in der Innenstadt hat sich ein riesiger Krater aufgetan und ganze Straße samt geparkten Fahrzeugen verschluckt. Das etwa 200 Meter lange und sieben Meter breite Loch hat sich sofort mit Wasser- und Schlammmassen gefüllt und die Bergung von Autos erheblich erschwert.

Der Grund war offensichtlich ein Leck im unterirdischen Wasserrohr. Durch das austretende Wasser war die Straße unterspült und der Asphalt aufgebrohen. Eine Straßenseite ist dadurch um ganze zwei Meter abgesackt. Glücklicherweise ereignete sich der Fall am frühen Morgen bei menschenleerer Straße, so dass es keine Verletzten gab. Hier geht es zum Bericht.

Unter betroffenen soll sich ein Paar aus Deutschland befunden haben, dessen Fahrzeug in den Schlammmassen versunken ist. Leider geht es aus dem Bericht nicht hervor, ob und wie die betroffenen Autobesitzer entschädigt werden. Naheliegend wäre der Gang des deutschen Ehepaars zum eigenen Kaskoversicherer. Doch leider ist die Unterspülung der Straßen durch Wasser aus Wasserversorgungsnetzen kein Risiko, das von KFZ-Policen in Deutschland üblicherweise gedeckt ist. Einzige uns bekannte Ausnahme bildet der Tarif „mobil komfort“ von der AXA. Durch die enthaltene sogenannte All-Risk-Deckung (=unbenannte Gefahren) können solche, nicht alltäglichen, Schadenfälle von der KFZ-Versicherung glücklich reguliert werden.

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Im Rausch der Geschwindigkeit – teurer Autoschrott für KFZ-Versicherung

Im Rausch der Geschwindigkeit – teurer Autoschrott für KFZ-Versicherung

Geschrieben am: 25-09-2016

schneller als die anderen zu sein – das versprechen uns die Luxusautos mit ihren enormen PS-Zahlen, futuristischen Karosserien und markanten Farben. Hohe Geschwindigkeiten auf den Straßen bedeuten meist auch hohe Preise in den Autohäusern. Kaufpreise von mehreren hunderttausend Euro lassen für die meisten Autobegeisterten den Traum vom edlen Sportwagen eben auch ein Traum bleiben.

Damit wollte sich ein britischer Bräutigam nicht abfinden und wenigstens zur eigenen Hochzeit seinem Wunsch nach exquisiten Pferdestärken nachgeben. Leider musste er schnell lernen, dass die hohe Motorleistung alleine noch keinen Rennfahrer ausmacht. Geschroteter Ferrari Spider 458 im Wert rund 300 000 EUR, den er einen Tag vor der Hochzeitsfeier geliehen hat, war dem ein Beweis. Die ganze Geschichte und Bilder gibt es hier.

Einem deutschen Maserati-Besitzer waren die Rennen um hohe Geschwindigkeiten wohl zu bieder geworden. Er hat sich mit seiner Luxuskarosse einen Renn-Wettkampf einer anderen Art gegönnt. Das Spiel „Wer biegt als erster ab?“, das man sonst nur aus zahlreichen Hollywood-Streifen kennt, fand diesmal in beschaulichen Heilbronn statt. Leider musste auch dieser Fahrer eine bittere Lehre ziehen. Nämlich die, dass die Straßenbahn gar nicht abbiegen kann. Alleine der Schaden an der Stadtbahn beträgt 1.000.000 EUR. Hier finden Sie mehr zu der Geschichte.

Auf kürzester Strecke die höchste Geschwindigkeit zu entwickeln – diese Inspiration könnten man hinter einer Amokfahrt in Arlington/USA vermuten. Weit gefehlt. Es war lediglich eine Probefahrt auf einem Autohaus-Gelände, während der die Fahrerin die Gas- und Bremspedale verwechselt hat. Die rasante Fahrt mit einem Mercedes GLE endete nach nur 6 Sekunden mit einer Pirouette über der Motorhaube eines anderen Wagens und einer Landung in der Seitenlage. Zuvor demolierte das teure Geschoß vier weitere Autos. Der Schaden fällt mit nur 56.000 EUR zwar recht bescheiden aus, die Leistung ist angesichts des beachtlichen Zerstörungsbildes in nur wenigen Sekunden dennoch eindrucksvoll. Hier gibt es die Bilder zur Geschichte.

Und last but not least – nicht nur Pferdestärken stehen für hohe Schäden, auch ein anderes Huftier meldete sich kürzlich im Wettstreit um die schrillsten Verwüstungsbilder. Im rheinland-pfälzischen Worms-Pfeddersheim gelang einem Rind die Flucht von der Weide. Während seiner darauffolgenden Tour brach das freiheitsliebende Tier in ein Haus ein, riss Möbel um und zerstörte ein Tablet-PC. Auf der weiteren Fluchtroute beschädigte es noch abgestellte Fahrräder und einen PKW. Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr sowie ein Gesamtschaden von 10.000 EUR waren die Folgen der rasanten Verfolgungsjagt. Hier gibt es die komplette Geschichte.

Und nun – die versicherungstechnischen Folgen der Geschichten. Im Fall 1 wird die Vollkasko des Autovermieters für den Schaden am Ferrari aufkommen. Meist beinhalten solche Verträge eine Selbstbeteiligung, meist bis 5.000 EUR. Diese ist vom Unfallfahrer zu erstatten.

Im 2. Fall bleibt es für den Maserati-Besitzer zu hoffen, dass er eine Vollkasko zu seiner KFZ-Versicherung abgeschlossen hatte. Diese würde den Schaden an seinem teuren Fahrzeug mit Abzug der Selbstbeteiligung übernehmen. Den Schaden an der Straßenbahn von 1.000.000 übernimmt seine KFZ-Haftpflichtversicherung.

Fall 3, würde er so in Deutschland passieren, müsste die Handel- und Handwerksversicherung des Autohausbesitzers beschäftigen. Diese Police deckt u.a. Schäden an eigenen nicht zugelassenen Fahrzeugen des Autohändlers am Verkaufsgelände und während der Probefahrten. Hier werden meist lediglich die üblichen Selbstbeteiligungen an die Probefahrer umgelegt.

Schwierig wird es im Fall 4. Hier gehen wir von dem höchsten Schaden am PKW aus (Tablet-PC und Fahrräder tragen zu einer Schadensumme von 10.000 EUR kaum entscheidend bei). Sollte der Rindbauer eine Tierhaftpflichtversicherung für Weidetiere besitzen, kommt diese für sämtliche Schäden auf. Gibt es eine solche nicht, und ist der Rindbesitzer nicht zahlungsfähig, so käme die Teilkaskoversicherung des Fahrzeughalters als nächstes in Frage. Allerdings würde diese den Schaden ablehnen, da der Punkt – Zusammenstoß mit Tieren – eine Fortbewegung des PKW zur Unfallzeit voraussetzt. Eine Hoffnung auf Entschädigung gäbe es für den Fahrzeugbesitzer nur, falls er eine KFZ-Versicherung mit Vollkasko-Deckung nach dem Tarif mobil komfort von der AXA hätte. Diese leistet als einzige nach dem sog. All-Risk Prinzip und würde somit auch in diesem Fall für Entschädigung sorgen.

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Liebeskranker Elefant beschädigt 15 Autos

Liebeskranker Elefant beschädigt 15 Autos

Geschrieben am: 30-04-2016

zahlreich sind die Gefahren im Straßenverkehr. Sie lauern auf uns und unsere geliebten Autos an jeder Ecke. Dass es auch ganz unerwartet kommen kann, mussten kürzlich die Besucher eines Nationalparks in südchinesischen Provinz Yunnan erfahren. Der Katalog der Risiken hinterm Lenkrad ist seit dem Vorfall um ein weiteres reicher – es heißt ein verliebter Elefant. Solch einer ist nämlich aus dem örtlichen Naturreservat ausgebrochen und ganze 15 Autos demoliert. Nach Angaben der Parkwächter hatte der Elefant beim Werben um ein Weibchen gegen einen männlichen Rivalen den Kürzeren gezogen. Voller Frust lief der Elefant auf die anliegende Autostraße und stürzte sich auf die dort stehenden Autos. In den Zeugenberichten ist von einem aggressiven Verhalten des Tieres die Rede. In einem Video zum Vorfall sind jedoch keine bösen Absichten des Tieres deutlich ersichtlich. Es scheint vielmehr, dass der liebeskranke Elefant seine aufgeregte Aufmerksamkeit gleich dem ersten Objekt widmete, welches ihm im Wege stand und seiner angebeteten ähnlich aussah. Urteilen Sie selbst – http://www.bild.de/news/ausland/elefant/elefant-schrottet-aus-frust-autos-44557090.bild.html

Es bleibt offen, welche Beweggründe des Elefanten den Besitzern von beschädigten Autos genehm wären – Aggression oder Zärtlichkeit. Man könnte annehmen, dass es ihnen, angesichts der bevorstehenden Autoreparaturen, völlig gleichgültig ist.

Wir können uns an dieser Stelle einen Schwung zum Thema KFZ-Versicherung nicht verwehren. Sicherlich passieren solche Schadenfälle nicht allzu oft, dass man sie extra in den Versicherungspolicen vorsehen sollte. Falls Ihr Versicherungsvertrag jedoch beitragsfrei eine sog. Allgefahrendeckung beinhaltet, so dürfen Sie sich noch ein Stück sicherer am Lenkrad fühlen. Man denke dabei an die durch Rabenvögel beschädigte Autolackierungen, vom Himmel stürzende Eisklötze aus Flugzeug-WCs usw. Einen einzigartigen Schutz für alle Risiken, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind (All-Risk-Deckung, Allgefahrendeckung), bietet z.B. der Tarif „mobil komfort“ von der AXA.

Unter diesem Link können Sie schnell und unverbindlich stets die aktuellen Tarife zur KFZ-Versicherung vergleichen: http://www.setana.de/vergleich-rund-ums-auto/

Bildquelle: anniris / fotolia.com


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