Datum

Schlüsselwort

Jeder vierte Mieter unter 50 will eine Immobilie kaufen

Jeder vierte Mieter unter 50 will eine Immobilie kaufen

Geschrieben am: 26-03-2017

der Frühling ist endlich da! Das macht sich nicht nur am Vogelzwitschern und Weidenkätzchen bemerkbar, sondern auch am tüchtigen Treiben an zahlreichen Baustellen in deutschen Neubaugebieten.

Ermutigt durch die anhaltende Niedrigzinsphase trauen sich immer mehr Familien ein Eigenheim zu erwerben oder zu bauen. Das wundert kaum, denn im Schnitt investieren Käufer in Deutschland derzeit ca. 242.000,- EUR in eine Immobilie. Bei diesem Investitionsvolumen müssen sie heute 58.000,- EUR weniger Zinsen zahlen als noch vor rund zehn Jahren. Das sind unter anderem die Ergebnisse der neuen Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland 2017“.

Eine weitere Erkenntnis der Studie – zwei Drittel der Deutschen sind überzeugt, dass sich die eigene Wohnung oder das eigene Haus grundsätzlich lohnen. Dabei leben nur 46 Prozent der Bundesbürger nach eigenen Angaben in einem Eigenheim. Doch jeder vierte Mieter in Deutschland unter 50 Jahren plant den Kauf einer eigenen Immobilie (26 Prozent). In der Altersgruppe zwischen 31 und 40 Jahren haben gut ein Drittel Kaufabsichten (35 Prozent).

Aus der Studie geht eindringlich hervor, dass der Wunsch nach eigenen vier Wänden bei den Deutschen weiterhin stark ausgeprägt ist. Dieser Trend ist für die Banken schon lange keine Neuheit. Sie sprechen ihre Kunden auf das Thema Immobilienerwerb und Finanzierung mittlerweile sehr offensiv an.

Für Versicherungsvermittler stellt sich dabei die Frage, ob man dieses Feld den Kreditinstituten freiwillig überlässt. Nochmals aus der Sparda-Studie – jeder vierte Mieter, also ein erheblicher Teil der Versicherungsbestände, hat fest vor eine Immobilie zu erwerben. Sollten die Kunden in der Zukunft ausschließlich von den Banken Informationen und Angebote zur Immobilienfinanzierung erhalten, so drohen diese Kundenbestände von unabhängigen Versicherungsvermittlern abzuwandern. Fakt ist – die Banken haben eine Maschinerie entwickelt die Kunden mit Interesse an Immobilienfinanzierung intensiv auf den notwendigen Versicherungsschutz anzusprechen. Betroffen sind meistens

  • Risikolebensversicherung
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
  • Bauleistungsversicherung
  • Wohngebäudeversicherung

und einige mehr. Auch die bestehenden Verträge der Immobilienkunden werden meist von Bankvertrieben einkassiert.

Unsere Empfehlung – beugen Sie die Gefahr des Kundenverlustes prophylaktisch vor. Sprechen Sie Ihre Kunden auf das Thema Immobilienerwerb aktiv an. Dazu sind Sie, auch als Versicherungsvermittler ohne §34i GewO, im Rahmen der Altersvorsorgeberatung weiterhin berechtigt. Beim Interesse der Kunden können Sie die Immobilienfinanzierung durch zertifizierte Partnerunternehmen provisionspflichtig abwickeln lassen (hier – unser früherer Beitrag dazu) und relativ mühelos neue Versicherungsverträge generieren.

Bildquelle: drubig-photo / fotolia.com


Immobilienkredite sind weiterhin ein lukratives Geschäft für Versicherungsvermittlerbetriebe

Immobilienkredite sind weiterhin ein lukratives Geschäft für Versicherungsvermittlerbetriebe

Geschrieben am: 29-01-2017

noch nie waren die Bedingungen für Eigentumserwerb oder Bau in Deutschland so günstig wie jetzt. Die Zinssätze für Immobilienkredite befinden sich, bedingt durch die fortlaufende Niedrigzinspolitik der EZB infolge der Weltwirtschaftskrise, auf einem historischen Tiefpunkt. Die Anhebung des Zinsniveaus ist auch nach der letzten Sitzung der Zentralbank nicht in Sicht.

Die Nachfrage nach Immobilien ist derzeit dementsprechend hoch. Das Thema Altersvorsorge spielt dabei nicht unbedeutende Rolle. Aber auch die höhere Wohnqualität oder geringere Wohnkosten durch Eigentum können Ausschlag für den Immobilienerwerb geben. Hier gibt es die neueste Studie zum Thema.    

Wider Erwarten trotzen sich die Immobilienpreise in Deutschland der verstärkten Nachfrage und bleiben weitgehend stabil. Die von vielen Experten befürchtete Überhitzung des Marktes lässt sich zum heutigen Zeitpunkt weder feststellen noch absehen. Hier ist ein schöner Artikel zum Thema.

Alles in einem – auch in 2017 können die Verbraucher ihre Wünsche nach eigenen vier Wänden zu erschwinglichen Preisen realisieren und zu extrem günstigen Konditionen finanzieren.

Diese Erkenntnisse hören sich zunächst nach sehr guten Nachrichten für alle Immobilienkreditvermittler an, zu denen bis heute auch die meisten Versicherungsvermittler gehörten. Allerdings unterliegt die Vermittlung von Immobiliendarlehen seitdem Inkrafttreten der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WoKri) am 21.März 2016 einer sehr strikten gesetzlichen Regulierung und Aufsicht. Die neue Richtlinie soll helfen, Kreditausfälle zu vermeiden, um Schieflagen von Banken zu verhindern. Sämtliche zugelassene Marktteilnehmer müssen nun noch genauer hinsehen, ob Kreditnehmer das Darlehen tatsächlich finanzieren können. Unter anderem sieht die WoKri für sämtliche Immobilienkreditvermittler eine neue Gewerbeerlaubnis nach § 34i GewO vor.

Gerade die neuen Hürden durch WoKri könnten jedoch einen Aufwind für die zugelassenen Immobilienkreditvermittler verleihen. Denn viele Mitbewerber werden die Erlaubnisvoraussatzungen nicht erfüllen können und den lukrativen Markt der Eigenheimfinanzierungen verlassen.  Das bedeutet schlicht und einfach ein größeres Stück vom Kuchen – das allein im Jahr 2015 stolze 1,23 Bio. Euro betrug! – für jeden gebliebenen Spezialisten.

Was macht das Geschäft so attraktiv für Immobilienkreditvermittler? Bei einer durchschnittlichen Baufinanzierung beträgt das Volumen 150.000,- EUR. Bei einer Provision von nur 1% (üblich sind Sätze zwischen 0,75% und 2%) beträgt der Umsatz des Vermittlers 1.500,- EUR. Bei erfahrenen Vermittlern sind jährliche Umsätze von 10.000.000,- EUR alleine aus Baufinanzierungen keine Seltenheit. Daraus resultierende Provisionen betragen 100.000,- EUR p. a. Nebenbei bemerkt: das Geschäft ist komplett stornofrei!

Zu den schönen Nebeneffekten der Immobilienfinanzierungen für Vermittler gehören auch die „Mitnahmeabschlüsse“ von Versicherungsverträgen. Die Vertrauensbasis zwischen dem Immobilienkunden und seinem Baufinanzierungsvermittler ist üblicherweise sehr hoch. Für die Verwirklichung ihres Traumes vom Eigenheim benötigen die Kunden eine weitreichende Beratung und stellen dem Vermittler gerne alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung. Der Darlehensvermittler ist somit meist der erste Ansprechpartner in Sachen Absicherung der Immobilie oder der biometrischen Risiken für den Kunden. Das bietet konkrete Cross-Selling-Ansätze für den Vertrieb.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Tatsache, dass die Baufinanzierungskunden von heute meist auch die Anschlussfinanzierungskunden von morgen sind. Meist nach 5 bis 15 Jahren laufen die Zinsfestschreibungsfristen in den Immobilienkreditverträgen aus und die Kunden suchen das Gespräch beim bewährten Spezialisten. Optimaler Weise können die entsprechenden Termine bereits im Voraus vom Vermittler eingeplant werden. So lassen sich alleine aus den Anschlussfinanzierungen erhebliche Bestandsprovisionen erwirtschaften.

Für Versicherungsvermittler, die Immobilienfinanzierungen als Nebengeschäft betreiben oder gar als Tippgeber auftreten, könnte in der Zukunft die Kooperation mit „Back-Office-Plattformen“ interessant werden. Hier werden die Kundendaten von erfahrenen Spezialisten geprüft, seine Kreditfähigkeit ausgewertet und ein persönliches Finanzierungsangebot unterbreitet. Im Folgeverlauf kann auch der komplette Dokumentenverkehr bis zur Darlehensgewährung vom Innendienst des Dienstleisters übernommen werden. Der Vermittler kann jeden Vorgang je nach Bedarf begleiten und behält seinen Provisionsanspruch auch beim minimalen Eigeneinsatz.

Bei Interesse oder Fragen dazu wenden Sie sich bitte an uns.

Bildquelle: Alexander Raths / fotolia.com


Unsere Beiträge

Beitrag Verwirrte Wege zur Arbeit – was zählt als Arbeitsweg, wofür besteht Versicherungsschutz?

den gesetzlichen Unfallschutz genießen bekanntlich alle Arbeitnehmer in Deutschland während der sozialversicherungspflichtigen Arbeitszeiten sowie auf direkten Wegen zu und von der Arbeitsstelle. Die Frage die sich vor Allem in Verbindung mit den Wegeunfällen immer wieder stellt – wie direkt muss […]

Beitrag Volltrunkener Student überflutet ein Hochhaus – ein Fall für Privathaftpflichtversicherung?

brauchen junge Leute eine Privathaftpflichtversicherung? Unsere Antwort – unbedingt! Deutlich kann man am folgenden Beispiel machen. Nach einem durchzechten Abend möchte ein angeheiterter Student in seinem Apartment eine Dusche nehmen. Mitten im Prozess überkommt ihn eine Todesmüdigkeit und er schläft […]

Beitrag Dreiste Lüge führt zur Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung

ein vermeintlicher Rollstuhlfahrer hat seine Krankheit aufwendig inszeniert um Leistungen aus seiner Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Zu diesem Schluss kam der Versicherer nach einer planmäßigen Gesundheitsprüfung und kündigte den Vertrag fristlos. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat den Versicherer kürzlich in seiner Entscheidung […]

Beitrag Rentnerin verunstaltet mutwillig ein Kreuzworträtsel-Kunstobjekt – muss Privathaftpflichtversicherung zahlen?

eine Schreckensnachricht hat Mitte des vergangenen Jahres die Kunstwelt erschüttert. Nein, es ist kein Meisterwerk gestohlen worden und auch kein Museum abgebrannt. Es ist lediglich die Collage des Fluxuskünstlers Arthur Köpcke mit dem abgebildeten Kreuzworträtsel, die unwesentlich beschädigt worden ist. […]

Datenschutz Impressum © Setana Finanz 2000-2016