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Elementarschadenversicherung – ein Muss für jeden Hausbesitzer!

Elementarschadenversicherung – ein Muss für jeden Hausbesitzer!

Geschrieben am: 23-10-2016

es war die Stadt Simbach am Inn in Niederbayern, die von Umweltereignissen Ende Juni 2016 am schwersten betroffen wurde. Der kleine Bach wurde dort innerhalb weniger Stunden zu einer reißenden Flutwelle und richtete im beschaulichen Ort enorme Schäden an. Zahlreiche Häuser wurden von den Wasser- und Schlammmassen entweder komplett weggerissen oder so stark beschädigt, dass sie später abgetragen werden mussten. Viele Gebäude blieben unbewohnt.

Die versprochene Hilfe vom Staat lässt bis heute auf sich warten. Laut Medienberichten (hier zum Nachlesen) wächst der Unmut der betroffenen Hausbesitzer zunehmend.

Die Tragödie von Simbach war nur eine von vielen, sich häufenden, schadenträchtigen Naturkatastrophen auf dem Bundesgebiet in den letzten Jahren. Und dennoch wies der Fall eine besondere Brisanz auf und trug damit zur aktuellen Diskussion um Staatliche Hilfen und Versicherungsleistungen nach Hochwasserereignissen bei – der Großteil der Stadt liegt in der niedrigsten Hochwasser-Gefährdungsklasse und wäre somit problemlos gegen Elementarschäden versicherbar gewesen.

Die Branchenexperten beschäftigen sich nun mit der Frage – wie gerechtfertigt sind staatliche Hilfen und somit die Belastung der steuerzahlenden Allgemeinheit in den Fällen, wo zuvor offensichtlich an der Elementarschadenversicherung gespart wurde? Denn auch wenn viele Medienbeiträge und Verbraucherschützer das Gegenteil behaupten: knapp 99% der Häuser in Deutschland sind mit dem simplen Baustein Elementar in der Wohngebäudeversicherung ohne Komplikationen abdeckbar.

Zu befürchten ist, dass in einigen Fällen des fehlenden Versicherungsschutzes gegen Elementargefahren die betreuenden Makler zur Verantwortung gezogen werden. Angesichts der gewöhnlich hohen Entschädigungsforderungen in der Elementarschadenversicherung könnten solche Haftungsfälle existenzbedrohende Züge für Versicherungsvermittler annehmen.

Unserer Empfehlung daher – sprechen Sie den Baustein Elementar bei jedem Vertragsabschluss zur Wohngebäudeversicherung an. Lassen Sie die Elementarschadenversicherung auch bei jeder Übernahme der Kundenbetreuung per Maklerauftrag nicht unbeachtet. Die ausdrückliche Ablehnung der Elementardeckung durch den Kunden gehört zu Ihrer Haftungssicherheit in jedes Beratungsprotokoll!

Bildquelle: Leonard Zhukovsky / fotolia.com


Vermittler muss nicht über GKV-System aufklären

Ab hier ist Schluss mit der Beratungshaftung! Vermittler muss nicht über GKV-System aufklären

Geschrieben am: 16-05-2016

wer die Gerichtsurteile der letzten Zeit zum Thema Beratungshaftung mitverfolgt hat, konnte den Eindruck gewinnen, dass der Versicherungsvermittler so ziemlich für alles zu haften hat, was dem Kunden an entgangenen Überschüssen oder gekürzten Versicherungsleistungen wiederfährt. In den klassischen Auseinandersetzungen – Versicherer zahlt nicht, der Kunde gibt sich ahnungslos – wird von Richtern gerne der Makler als Ablassventil für das angestaute gegenseitige Misstrauen genutzt. Warum auch nicht? – Versicherungsbedingungen sind klar formulieret, der Verbraucherschutz ist unumstößlich, und einzig die Beratungshaftung bleibt in ihren Grenzen weitgehend undefiniert.

So war es zumindest bis zur Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln. Im vorgelegenen Fall wurde der Makler nicht einmal von seinem Kunden verklagt, sondern von seiner Ehefrau. Ihr Vorwurf – der Makler hatte ihrem Ehegatten zum Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung geraten. Dadurch kam es für sie zu den höheren GKV-Beiträgen. Die Schuld hatte aus Sicht der Klägerin der Makler, der seine Beratungspflicht verletzt hätte.

Das sah das Gericht aber anders und gab dem Vermittler gleich zweierlei Recht. Zum einen bestand zwischen der Ehefrau und dem Makler kein Vertrag, der seine Beratungshaftung begründen würde. Zum anderen schulde der Makler keine Aufklärung über das GKV-System und die Berechnung der dort zu entrichtenden Beiträge.

Dieses Urteil ist eines der wenigen, der die Maklerhaftung deutlich eingegrenzt und dem ewigen Prügelknaben – dem Makler – etwas Sicherheit in seiner Tätigkeit verleiht. Lesen Sie mehr dazu hier.

Bildquelle: Sven Hoffmann / fotolia.com


Versicherungsmakler muss Versicherungsumfang bestehender Gebäudeversicherung prüfen

Versicherungsmakler muss Versicherungsumfang bestehender Gebäudeversicherung prüfen

Geschrieben am: 04-10-2015

Ein Versicherungsmakler muss bestehende Versicherungsverträge seines neuen Kunden prüfen, auch wenn diese noch nicht in seinen Bestand übertragen worden sind. Solche Auffassung vertrat das OLG Hamm in seinem Urteil vom 30.04.12. Im verhandelten Fall hatte die neue Eigentümerin eines Altbaugebäudes den Makler mit der Vermittlung eines neuen Versicherungsvertrages dafür beauftragt. Dieser kam offensichtlich nicht an die Unterlagen zur bestehenden Gebäudeversicherung ran, da sich diese noch in den Händen des Vorbesitzers befanden. Der Makler hat daher nicht die notwendige Anpassung des Vertrages empfohlen und den entsprechenden Hinweis an seine Kundin unterlassen. Infolge eines Brandes am Gebäude ist der Versicherungsnehmerin ein Schaden entstanden, den der Versicherer aufgrund der veralteten Police nur zum Teil reguliert hat. Die Kundin klagte gegen Versicherungsmakler wegen Verletzung der Betreuungspflicht und bekam Recht. Mehr zum Fall können Sie hier nachlesen: http://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/wirtschaftsrecht/versicherungsmakler-muss-umfang-bestehender-versicherung-pruefen_210_127726.html

Bildquelle: animaflora / fotolia.com


Dokumentationspflicht – wer nicht sauber dokumentiert, muss zahlen

Geschrieben am: 14-07-2015

was in der Versicherungsbranche schon längst zum Standard gehört, ist im Banksektor anscheinend noch nicht so richtig angekommen. Im vorliegenden Fall (siehe Anhang) geht es um einen Schadenersatzanspruch aus einer vermeintlichen Falschberatung in einer Sparkassenfiliale. Das Gericht urteilte zu Gunsten des Klägers, nur weil die Beratung nicht oder nicht ordentlich dokumentiert wurde. Der Berater handelte als ein sog. Erfüllungsgehilfe (angestellter Mitarbeiter), deswegen richten sich die Ansprüche nun an seinen Dienstherren und den Produktanbieter. Im Falle eines selbständigen Vermittlers wäre dieser selbst schadensersatzpflichtig (Dokumentationspflicht).


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