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Cyberkriminalität - Gefahren aus dem Internet werden immer realer

Cyberkriminalität – Gefahren aus dem Internet werden immer realer

Geschrieben am: 21-05-2017

nur innerhalb einer, letzten Woche hat die deutsche Öffentlichkeit von gleich drei großen Gefahren aus dem Internet erfahren müssen. Die Schadsoftware „WannaCry“, mit der Hacker Unternehmen und Privatleute erpressen wollten, hat weltweit hunderttausende Computer in knapp 100 Ländern betroffen. Das prominenteste Opfer in der Bundesrepublik war die Deutsche Bahn. Betroffen waren die Anzeigentafeln an den Bahnhöfen. Bis sie wieder funktionieren, dürfte es noch mehrere Tage dauern. Die Fahrkarten-Automaten seien aber bis auf einige Ausnahmen wieder einsatzbereit, sagte ein Bahnsprecher am Montag. Medienberichten zufolge waren in England zahlreiche Krankenhäuser  durch das Computervirus in ihrer Arbeit zeitweise fast komplett blockiert.

Fast parallel, am vergangenen Freitag, hat der Bundestag erstmals über den Gesetzentwurf der schwarz-roten Regierung gegen Hass und Hetze im Internet debattiert. Bundesjustizminister Heiko Maas will damit in der Zukunft die sozialen Netzwerke zwingen, Hassbotschaften und Falschmeldungen (auch Fake News genannt) schneller von ihren Plattformen zu entfernen. Das Problem soll mittlerweile ein Ausmaß angenommen haben, das nur durch konsequente Strafverfolgung und hohe Bußgelder in den Griff zu bekommen sei.

Angesichts der obengenannten Vorkommisse wird es zwar immer offensichtlicher, dass die Cyberkriminalität heute schon gravierende Folgen sowohl für die Wirtschafts- als auch für die Gesellschaftsordnung haben kann. Und dennoch bleiben die Risiken aus dem Internet für viele Bundesbürger eher abstrakter Natur, seien doch meist nur staatliche Organisationen und Firmen davon betroffen.

Zu 100% in der realen Welt angekommen kann man die Cyberkriminalität jedoch nach dem neusten Bericht des Bündnisses gegen Cybermobbing, veröffentlicht am vergangenen Dienstag, ansehen. Befragt wurden insgesamt 3000 deutscher Eltern, Lehrern und Schülern. Die Ergebnisse der Studie könnten manche Eltern erschrecken – ganze 13 Prozent der Schüler sind schon online gemobbt worden. Etwa jedes dritte Opfer läuft Gefahr, langfristig unter den Folgen des Mobbings zu leiden, so das Bündnis gegen Cybermobbing. Manche Opfer fangen an, regelmäßig Alkohol zu trinken oder Tabletten zu nehmen. Jeder fünfte Schüler hat über Suizid nachgedacht. Lehrer berichten von Angstzuständen, Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen.

Es ist ein Grund mehr die Kunden gezielt auf entsprechende Risiken und Versicherungslösungen anzusprechen. Gut geeignet dafür ist zum Beispiel der Baustein „Internetschutz“ in der Hausratversicherung der AXA. Der Baustein beinhaltet den Schutz vor Internetrisiken durch Prävention, Notfall-Hot-line, Unterstützung durch Rechtsberatung und psycholo-gische Hilfe, Durchforsten und Löschen von Daten im Internet, Kostenübernahme in bis zu drei Fällen und bis 5.000 Euro im Jahr bei:

– Identitätsdiebstahl (z. B. E-Mail-Accounts, Passwörter, Personalausweisnummern)

– Zahlungsmitteldatenmissbrauch (Bankverbindungen, Kreditkartennummern, Passwörter etc. bei der Benutzung von Online-Bezahlsystemen wie PayPal)

– Konflikten mit Onlinehändlern (keine bzw. falsche Lieferung von Konsumgütern zum privaten Gebrauch)

–Rufschädigung im Internet (Internet-Mobbing)

– privaten Urheberrechtsverstößen (Abmahnung aufgrund eines angeblichen Urheberrechtsverstoßes im Internet).

Bildquelle: Dan Race / fotolia.com

 


Cyber-Risiken - neue Gefahren, neue Chancen

13. Norddeutscher Versicherungstag: Cyber-Risiken – neue Gefahren, neue Chancen

Geschrieben am: 02-07-2016

Cyber-Risiken =  Sammelbegriff für Gefahren aus dem Umgang mit Computern, sonstigen elektronischen Kommunikationsmedien und  Internet (inkl. Cyberkriminalität =  jedes Verbrechen, das mit Hilfe eines Computers, Netzwerks oder Hardware-Geräts begangen wird. Quelle: Cymantec)

Am 28. Juni 2016 fand der 13. Norddeutsche Versicherungstag in Hamburg statt. Unter dem Motto „Schöne neue Cyber-Welt!? Unbeherrschbares Risiko oder Chance für neues Geschäft?“ regte der Veranstalter, die Handelskammer Hamburg, einen Meinungsaustausch zwischen den Produktgebern und Maklern zu diesem brisanten Thema an. Ich habe daran teilgenommen und möchte in diesem Beitrag einige meiner Eindrücke skizzieren.

Zugegebenermaßen galt mein Interesse an der Veranstaltung eher den ersten Erfahrungen der Maklerkollegen in der neuen Produktwelt von Cyber-Policen, als den praxisrelevanten Informationen zu dem Bereich. Auch in unserem Betrieb hat sich noch keine Routine in der  Behandlung von digitalen Kundenrisiken eingestellt. Dennoch konnte ich noch vor dem Versicherungstag  mit zwei wichtigen Erkenntnissen prallen – erstens verschärft sich die allgemeine Risikosituation bei Kunden zunehmend, und zweitens steckt die Assekuranz bei der Abdeckung von diesen Risiken noch in den Startlöchern.

Nach der Veranstaltung ist eine neue Erkenntnis für mich hinzugekommen – das große Rennen um neue Kunden steht unmittelbar bevor. Sämtliche Vorträge der Tagung zu Themen rund um Cyber-Risiken  haben für vollgefüllte Räumlichkeiten und überspannte Zeitfenster gesorgt und somit eine große Resonanz bei Maklern offenbart.

Die Diskussionsrunde  „Cyber-Policen – die Feuerversicherung des 21. Jahrhunderts“ mit Beteiligung von D. Hans-Georg Jenssen (VDVM), Michael Heinz (BVK), Dr. Jens Ambrock (HmbBfDI) und Ole Sieverding (Hiscox) drohte zeitweise zu Werbeveranstaltung für die jeweiligen Organisationen auszuufern. Doch sie pendelte sich insgesamt mit vielen fachlichen Argumenten und Anregungen bei ziemlich hörenswertem Dialog ein. Aus der Diskussionsrunde kam für mich  folgende wichtige Feststellung heraus – die Anbieter von Cyber-Policen sehen den größten Nutzen ihrer Versicherungsprodukte für Kunden in Assistenzleistungen nach dem Schadenfall. Zum Beispiel im Fall von verschlüsselten Dateien durch Krypto-Virus sollen die IT-Forensiker sowie sonstige  Spezialisten möglichst schnell und durch den Versicherer koordiniert die schädliche Software entschädigen und die Datenbestände des Kunden wiederherstellen.

Der Vortrag „Marktchance Cyber – Welchen Schutz brauchen Ihre Kunden“ von Achim Fischer-Erdsiek gab wichtige Ansätze für den Vertrieb von Cyber-Policen. Der etablierte Spezialist für Cyber-Risiken empfiehlt etwa die Bedrohungen aus dem Internet für den  Kunden, sowohl privat als auch gewerblich, mit geeigneten Schadenbeispielen erfassbar zu machen. Auf der Internetseite www.heise.de/security lassen sich durch die Eingabe der betroffenen Branche (z.B. Krankenhaus) oder der konkreten Gefahr (z.B. Cybermobbing bei Kindern) solche Beispiele mit nur wenigen Klicks finden.

Aus weiteren Vorträgen des Norddeutschen Versicherungstags konnte man sich interessante Vertriebsanstöße in solchen Themenbereichen wie „Vertrieb digital“ und „Trends & Strategien“ holen.

Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung zu einem Thema, das mit Sicherheit eine ganz große Bedeutung in dem Versicherungsvertrieb der Zukunft als“ Feuerversicherung des 21. Jahrhunderts“ einnehmen wird. 

Die Versicherungsvermittler sollten den Fokus auf die neue Sparte Cyber-Risiken  jetzt schon legen.  In ihr sehen die Branchenspezialisten sogar einen geeigneten Ersatz für die ins Internet abdriftende KFZ-Versicherung.  Sicherlich ist die hohe Intensität der Cyber-Risiken noch nicht ganz als konkreter Bedarf am Versicherungsschutz  bei den Kunden angekommen. Doch so erging es auch der KFZ-Versicherung bevor die Autos fest zu unserem Alltag gehörten…

Bildquelle: cherezoff / fotolia.com


Profi-Schutz mit Cyber-Baustein gegen Cyberkriminalität

Schutz vor Cyberkriminalität aus eigener Erfahrung

Geschrieben am: 29-05-2016

die Cyberkriminalität nimmt immer mehr zu. Diese einfache Tatsache ist allerdings noch nicht bei allen Unternehmern in Deutschaland als ein konkretes Risiko angekommen. So auch bei uns nicht, bis wir Ende 2015 von einem Crypto-Virus heimgesucht wurden.

In einem regen E-Mail-Verkehr hat eine Kollegin die tückische elektronische Nachricht unwissentlich aufgemacht und sämtliche Dateien sowie Datenbanken unseres Büros waren auf einmal verschlüsselt und somit unbrauchbar. Die E-Mail war sehr geschickt getarnt. Sie enthielt gebräuchliche Begriffe aus dem Versicherungswesen, wie KFZ-Versicherung, Fahrzeugschein, Dokumentierung usw. Nachdem das bösartige Programm unseren Betrieb komplett lahmgelegt hat, bekamen wir von Angreifern eine Nachricht. Darin – ein Angebot zum Kauf eines Entschlüsselungsprogramms für einen hohen Geldbetrag. Wie absurd es aus heutiger Sicht auch klingen mag, damals hatten wir diese Möglichkeit ernsthaft in Betracht gezogen. Zum Glück wurden wir durch unseren Systemadministrator von diesem verzweifelten Schritt abgehalten. Mit vereinten Kräften von gleich zwei IT-Beraterfirmen gelang es unsere Systemkonstellation wiederaufzubauen und eine frische Datensicherung zurückzuspielen. Erst nach zwei Tagen konnten wir dann, zwar mit großen Einschränkungen, aber wieder produktiv Arbeiten.

Unsere Geschichte ist sicherlich keine, mit der man gerne prallt. Sie soll aber zeigen – jedes Unternehmen in Deutschland ist für die Cyberkriminalität angreifbar, und das trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen. Zudem beobachten die Experten stetig steigende Professionalität der Hacker und Anzahl der Angriffe.

Sehr gut ist die Intensität der Cyber-Angriffe am Sicherheitstacho von Telekom live zu beobachten. Laut Experten von Telekom sind es rund 450.000 pro Tag.

Im spannenden Beitrag von ARD geht es um die Arten der Cyberkriminalität und die konkteten Methoden von Hackern.

In der PDF-Datei finden Sie eine Pressemitteilung der AXA zur Einführung der neuen Cyber-Police für kleine und mittlere Unternehmen. Von uns wärmstens für eigene Maklerbetriebe und Vertrieb empfohlen.

Bildquelle: anyaberkut / fotolia.com


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