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Was geschieht mit den Beständen beim Tod des Maklers

Was geschieht mit den Beständen beim Tod des Maklers

Geschrieben am: 06-03-2018

ein, aus unserer Sicht, sehr interessanter Artikel ist in einem Fachjournal erschienen. Er handelt sich um das Thema Tod des Maklers und Schicksal seiner Bestände. Der Autor führt darin die möglichen Szenarien und Konflikte sehr detailliert auf, analysiert die Folgen für Provisionsansprüche und skizziert Lösungsansätze. Das alleine erscheint uns in den Zeiten, in denen das Problem der Unternehmensnachfolge innerhalb der Assekuranz immer deutlicher nach vorne tritt, ein Grund genug die Informationen aus dem Beitrag zu verinnerlichen und sich damit auseinanderzusetzen.

Dennoch ist der zweite Teil des Beitrages nicht weniger lesenswert. Der Verfasser widmet sich darin besonders dem Thema Poolanbindung aus der Perspektive der Ruhestandsplanung. Viele Versicherungsmakler unterhalten heutzutage Bestände bei den Pools und halten diese Form der Zusammenarbeit nicht nur für bequem sondern auch für sicher. Allgemeine Annahme – die Vertriebsvereinbarung mit dem Pool würde schließlich sämtlichen Nuancen rund um Bestandszugehörigkeit und Provisionsansprüche zu Gunsten des Maklers hinreichend regeln.

Diesem vermeintlich ungetrübten Bild verpasst der Autor in seinem Artikel nun einige Blessuren. Bitte unbedingt den Teil „und über den Pool?“ lesen.

Und dann kommt der Paukenschlag – der Insolvenzfall. Eine Insolvenz des Pools könnte sämtliche individuelle Vereinbarungen mit einzelnen Maklern außer Kraft setzen und ihre zukünftigen Provisionsansprüche aushebeln.

Besonders dramatisch könnte es dann für die betroffenen Makler zugehen, wenn im Laufe des Insolvenzverfahrens der Paragraf 133 der Insolvenzordnung zum Tragen kommt. Danach ist der Insolvenzverwalter unter bestimmten Voraussetzungen berechtigt die Rückzahlung der Courtagen aus bis zu zehn Jahren vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens einzufordern.

Überlassen Sie Ihre Ruhestandsplanung nicht dem Zufall. Kommen Sie auf uns zu – wir haben passende Lösungen für Sie.

Hier geht es zum Artikel. Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse!

Bildquelle: denisismagilov / fotolia.com

 


An Pool angeschlossene Makler sind rentenversicherungspflichtig

An Pool angeschlossene Makler sind rentenversicherungspflichtig

Geschrieben am: 20-08-2016

das Landessozialgericht Bayern hat ein Urteil von großer Tragweite für Pool-Vermittler gefällt. Demnach sind die Makler, die den Großteil ihres Umsatzes über einen Maklerpool abwickeln, rentenversicherungspflichtig. Betroffen sind Makler, die mehr als 1/6 ihres Jahresumsatzes von einem Pool beziehen und keine sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter (mindestens 450,01 EUR Gehalt) beschäftigen.

Verhandelt wurde ein konkreter Fall. Der Rentenversicherungsträger hat einen Versicherungsmakler, der an einen Maklerpool angebunden ist, als rentenversicherungspflichtig eingestuft. Das Urteil fiel beim Landessozialgericht Bayern, nach der gleichlautenden Entscheidung des Sozialgerichts Landshut, in zweiter Instanz und ist mittlerweile rechtskräftig. Dem klagenden Makler drohen nun die erheblichen Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen.

Markant ist die Urteilsbegründung des Gerichts. Bisher galt sowohl in der Assekuranz als auch in der Rechtsprechung   der Grundsatz – der Kunde ist der Auftraggeber des Maklers. Im Streitfall sind aber nicht die einzelnen Endkunden die Auftraggeber des Versicherungsmaklers, sondern alleine der Maklerpool, so die Richter. Daher rühre auch die Abhängigkeit des Maklers vom Pool und seine soziale Schutzbedürftigkeit. Die Pressemitteilung des Gerichts: „Sein Geschäftsmodell steht und fällt mit der Anbindung an den Maklerpool. Er bedarf damit ähnlich wie ein abhängig Beschäftigter des Schutzes der gesetzlichen Rentenversicherung.“

Einzelheiten zum Fall gibt es hier.

Bildquelle: shou1129 / fotolia.com


Maklerdienstleister ASG AssecuranzService meldet Insolvenz an

Maklerdienstleister ASG AssecuranzService meldet Insolvenz an

Geschrieben am: 30-04-2016

mit ASG AssekuranzService GmbH&Co. KG geht der nächste Maklerdienstleister vom Markt. Das Unternehmen aus Hettersheim hat Insolvenz angemeldet und ab sofort seine Tätigkeit eingestellt. Die firmeneigene Website der Servicegesellschaft ist mittlerweile außer Betrieb, seine Präsenz in sozialen Medien komplett abgestellt. Die Geschäftsführer Thorsten Hass und Walter Klein beabsichtigen offensichtlich keine Stellungnahme.

Es verwundert nicht, dass in dem Informationsvakuum gleich mehrere Interpretationen des Niedergangs von ASG AssecuranzService GmbH & Co. KG und der Internetplattform ASG24 in den Branchenmedien kursieren. Wurde dem Unternehmen der Vertrieb von S&K-Produkten, wo seit einigen Monaten die juristische Aufarbeitung vor einer Strafkammer des Landgerichtes Frankfurt läuft, zum Verhängnis? Oder waren es die zu hohen Kosten für unter anderem 60 Mitarbeiter im Innendienst? Als weitere Ursachen werden auch die schwierige wirtschaftliche Lage der gesamten Versicherungsbranche sowie fehlende Provisionen aus dem KV- und LVRG-geschorenen LV-Geschäft genannt (http://www.versicherungsbote.de/id/4840270/Maklerdienstleister-ASG-AssecuranzService-in-Insolvenz-Verwaltung/).

Fakt ist – bereits in 2014 wies die im Unternehmensregister hinterlegte Bilanz des Finanzdienstleisters ein Minus von fast 2 Millionen Euro auf. Es scheint daher eher, dass die Probleme des Unternehmens schleichender Natur waren und sich über Jahre hinweggezogen haben.

Ungeachtet der Ursachen muss ein solch lautloser Abschied der Servicegesellschaft sicherlich schmerzhaft für die rund 750 angebundenen Vermittler sein.

Bildquelle: shock / fotolia.com


Wenn Versicherer Makler aussortieren

Wenn Versicherer Makler aussortieren (Bestandssanierung)

Geschrieben am: 08-11-2015

das Thema Bestandssanierung zählt in der Assekuranz zu den ganz sensiblen. Die KFZ-Versicherung tritt dabei am häufigsten ins Erscheinen. Die Diskussionen über den Wohl oder Übel von Sanierungsmaßnahmen durch Versicherungskonzerne spalten die Branche sinngemäß in zwei Lager mit kontroversen Ansichtspunkten. Die durchführenden Versicherer pochen meist auf die beidseitige Auskömmlichkeit des Geschäfts, Beitragsstabilität und den Schutz der Gefahrengemeinschaft vor wenigen „schwarzen Schafen“. Und tatsächlich gehört die Wahrung von Interessen der Versicherten zu den Sorgfaltspflichten eines Versicherers.

Die Argumente der betroffenen Makler sind oft nicht weniger gewichtig. Viele Vermittler sehen sich als Geiseln der nachlässigen Preispolitik von Versicherungskonzernen. Diese liefern sich seit Jahren einen erbitterten Preiskampf um KFZ-Kunden und wirtschaften dabei die Sparte immer mehr in den Ruin. Meist sind nur einige wenige Verträge aus einem Maklerbestand für die hohe Schadenquote verantwortlich. „Warum sollen durch Sanierungsmaßnahmen des Versicherers die übrigen, unauffälligen Kunden des Vermittlers leiden?“ – ist ein weiterer verbreiteter Einwand aus der Maklerschaft.

Mit dem neusten Fall tritt nun ein weiterer Beteiligter ins Szene – ein Maklerpool. Die Maklerpools präsentieren sich mehrheitlich als Interessenvertreter von Maklern und versprechen ihnen Bestandssicherheit durch Konsolidierung. Besonders skurril: im vorliegenden Fall wurde anscheinend gerade ein Maklerpool zum Exekutierter und hat die Sanierungsmaßname – Kündigung der gesamten Makleranbindung samt Bestandsverträgen – im Einvernehmen mit der Versicherungsgesellschaft durchgeführt (lesen Sie die einzelnen Stellungnahmen im Artikel aus dem Anhang). Wie war das noch ein mal mit der Bestandssicherheit…?

Dieser Fall wird im Artikel quasi als Ausnahme bezeichnet, von der nur „wenige auffällige Makler“ betroffen wären. Meldungen der gleichen Art von zahlreichen Maklern in unterschiedlichen Blogs lassen Zweifel an dieser Darstellung aufkommen.

Fakt ist – Sanierungsmaßnahmen durch Versicherer werden sich offensichtlich auch in der Zukunft für einige Makler nicht vermeiden lassen. Wie so oft, auch in solchen Fällen gilt: miteinander reden, gemeinsame Lösungen erarbeiten und die unvermeidlichen, anstehenden Konsequenzen frühzeitig ankündigen. Nur so lässt man die Tür für mögliche spätere Zusammenarbeit einen Spalt breit offen.

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Maklerpools: Erschwerte Bedingungen für Zukunft?

Geschrieben am: 06-09-2015

eine weitere Veröffentlichung zum Thema Zukunft von Maklerpools gab es von cash-online.de (siehe Anhang). Die Kürzungen von Provisionen durch LVRG werden demnach die Pools schon in Kürze vor großen Herausforderungen stellen. Der Einbruch von Einnahmen aus Vorsorgegeschäft könnte einige davon bereits im kommenden Jahr finanziell ins Schlittern bringen. Ohne erhebliche zusätzliche Investitionen der Poolbetreiber in die technische Ausstattung wird ein möglicher Ausgleich aus anderen Sparten kaum gelingen. 87% der befragten Unternehmen gehen daher von einem „Sterben“ ganzer Maklerpools aus. Der Handlungsspielraum eines Vermittlers verringert sich im Falle einer Poolinsolvenz auf ein Minimum. Um eigene Bestände in den sicheren Hafen zu bringen, sollten Makler möglichst frühzeitig Maßnahmen ergreifen.


Warum Vermittler die Zusammenarbeit mit einem Maklerpool

Geschrieben am: 02-08-2015

eine Zusammenarbeit mit einem Maklerpool wird von vielen unabhängigen Vermittlern als zunehmend unattraktiv empfunden. Die Sorge um die Zukunft von einigen Pools nach Branchenreformen und die Fragen rund um die Rechte am Bestand nach einer Poolinsolvenz hat schon in der Vergangenheit viele Makler davon abgehalten Versicherungsverträge für Durchschleuser-Plattformen zu vermitteln. Laut einem aktuellen Artikel von Versicherungsjournal ist nun auch die Anzahl von Vermittlern mit bestehenden Maklerpool-Anbindungen merklich rückläufig. Nach der neuen Studie von AssCompact sind gründe dafür vielfältig. Zu den gewichtigsten Argumenten für die Beendigung der Zusammenarbeit zählen unter anderem Unzufriedenheit mit dem Service, Schließung des Maklerpools und keine Freigabe für Übertragung von Bestandsverträgen. Lesen Sie mehr dazu im Artikel aus dem Anhang.


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