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Was geschieht mit den Beständen beim Tod des Maklers

Was geschieht mit den Beständen beim Tod des Maklers

Geschrieben am: 06-03-2018

ein, aus unserer Sicht, sehr interessanter Artikel ist in einem Fachjournal erschienen. Er handelt sich um das Thema Tod des Maklers und Schicksal seiner Bestände. Der Autor führt darin die möglichen Szenarien und Konflikte sehr detailliert auf, analysiert die Folgen für Provisionsansprüche und skizziert Lösungsansätze. Das alleine erscheint uns in den Zeiten, in denen das Problem der Unternehmensnachfolge innerhalb der Assekuranz immer deutlicher nach vorne tritt, ein Grund genug die Informationen aus dem Beitrag zu verinnerlichen und sich damit auseinanderzusetzen.

Dennoch ist der zweite Teil des Beitrages nicht weniger lesenswert. Der Verfasser widmet sich darin besonders dem Thema Poolanbindung aus der Perspektive der Ruhestandsplanung. Viele Versicherungsmakler unterhalten heutzutage Bestände bei den Pools und halten diese Form der Zusammenarbeit nicht nur für bequem sondern auch für sicher. Allgemeine Annahme – die Vertriebsvereinbarung mit dem Pool würde schließlich sämtlichen Nuancen rund um Bestandszugehörigkeit und Provisionsansprüche zu Gunsten des Maklers hinreichend regeln.

Diesem vermeintlich ungetrübten Bild verpasst der Autor in seinem Artikel nun einige Blessuren. Bitte unbedingt den Teil „und über den Pool?“ lesen.

Und dann kommt der Paukenschlag – der Insolvenzfall. Eine Insolvenz des Pools könnte sämtliche individuelle Vereinbarungen mit einzelnen Maklern außer Kraft setzen und ihre zukünftigen Provisionsansprüche aushebeln.

Besonders dramatisch könnte es dann für die betroffenen Makler zugehen, wenn im Laufe des Insolvenzverfahrens der Paragraf 133 der Insolvenzordnung zum Tragen kommt. Danach ist der Insolvenzverwalter unter bestimmten Voraussetzungen berechtigt die Rückzahlung der Courtagen aus bis zu zehn Jahren vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens einzufordern.

Überlassen Sie Ihre Ruhestandsplanung nicht dem Zufall. Kommen Sie auf uns zu – wir haben passende Lösungen für Sie.

Hier geht es zum Artikel. Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse!

Bildquelle: denisismagilov / fotolia.com

 


Versicherungsvertreter werden immer unbeliebter

Versicherungsvertreter werden immer unbeliebter

Geschrieben am: 03-09-2016

„Versicherungsvertreter werden immer unbeliebter“ – so lautet es derzeit in den Fachmedien der Assekuranz nach der Veröffentlichung einer aktuellen Studie des Deutschen Beamtenbundes. Die Studie zeigt, nach telefonischer Befragung von insgesamt 2000 Bundesbürgern, welches Ansehen die jeweiligen Berufsgruppen in der deutschen Bevölkerung genießen. Die Versicherungsvertreter landeten in 2016 erneut auf dem letzten Platz.

Bürgerbefragung Öffentlicher Dienst 2016 / Quelle: http://www.dbb.de/fileadmin/pdfs/2016/forsa_2016.pdf

Es haben ein (sehr) hohes Ansehen von:

2007

%

2015

%

2016

%

Veränderung

2016 zu 

 

2015

2007

Feuerwehrleuten

90

95

93

– 2

+ 3

Ärzten

86

90

87

– 3

+ 1

Kranken-/Altenpflegern

85

90

87

– 3

+ 2

Erziehern im Kindergarten/Kita ***)

**)

85

82

– 3

Polizisten

78

84

82

– 2

+ 4

Richtern

77

79

75

– 4

– 2

Piloten

**)

73

75

+ 2

Hochschulprofessoren

**)

74

70

– 4

Lehrern

63

71

70

– 1

+ 7

Müllabfuhr

63

77

73

– 4

+ 10

Technikern

**)

66

63

– 3

Dachdeckern

58

66

63

– 3

+ 5

Soldaten

**)

58

61

+ 3

Lokführern

**)

57

61

+ 4

Justizvollzugsbeamten ****)

**)

58

58

0

Kanal-/Klärwerksmitarbeitern *****)

57

Briefträgern

52

63

60

– 3

+ 8

Unternehmern

61

58

54

– 4

– 7

Studienräten

53

53

50

– 3

– 3

Anwälten

58

57

48

– 9

– 10

Journalisten

47

47

44

– 3

– 3

Steuerberatern

47

42

35

– 7

– 12

EDV-Sachbearbeitern

43

39

34

– 5

– 9

Beamten

27

37

34

– 3

+ 7

Steuerbeamten

28

34

29

– 5

+ 1

Bankangestellten

38

36

28

– 8

– 10

Managern

37

29

26

– 3

– 11

Politikern

20

24

24

0

+ 4

Gewerkschaftsfunktionären

23

26

24

– 2

+ 1

Mitarbeitern einer Telefongesellschaft ******)

19

19

18

– 1

– 1

Mitarbeitern einer Werbeagentur

18

15

13

– 2

– 5

Versicherungsvertretern

11

12

9

– 3

– 2

*) dargestellt ist jeweils der Anteil an Befragten, die ein sehr hohes oder hohes Ansehen von der jeweiligen Berufsgruppe haben

**) 2007 nicht abgefragt

***) bis 2014: Kita-/Kindergartenmitarbeiter

****) neu in 2014

*****) neu in 2016

******) bis 2011: Telekom-Mitarbeiter

Es stellt sich unweigerlich die Frage – was haben denn die Versicherungsvermittler verbrochen, dass sie in der Gunst der Bundesbürger so tief gesunken sind?

Bevor man als Versicherungsvertreter den Kopf senkt sollte man sich vor Augen führen, dass es sicherlich eine großartige Errungenschaft eines Berufsstandes ist, es überhaupt in die Tabelle geschafft zu haben. Man gehört somit zu den 33 Berufszweigen, die in der Wahrnehmung von Befragten entsprechend bedeutsam und präsent erscheinen.

Des Weiteren sollte man sich genauer die Leistung betrachten, die die Versicherungsvertreter in ihrer Arbeit erbringen. Ein Versicherungsvermittler bietet seinen Kunden kein konkretes Produkt an, sondern ein abstraktes. Der Kunde erwirbt mit dem Abschluss eines Versicherungsproduktes zunächst einmal nur ein Dokument – die Versicherungspolice. Die Qualität der eigentlichen Ware kann er, anders als zum Beispiel beim Fernseher, gleich beim Erwerb kaum beurteilen. Offensichtlich ist für den neugebackenen Versicherungsnehmer lediglich der finanzielle Aufwand, also ein negatives Merkmal des Produktes.

Mit negativen Nuancen des Versicherungsproduktes wird der Kunde oft schon während des Beratungsgesprächs unweigerlich konfrontiert. Zu Aufgaben eines Versicherungsvertreters gehört nämlich auch, mit passenden Schadenbeispielen den Nutzen des jeweiligen Versicherungsproduktes zu erläutern und den Bedarf am Versicherungsschutz erst zu wecken.

Und so geht es auch weiter. Der Versicherungsvertreter wird von seinem Bestandsunden meist immer nur dann aufgesucht, wenn ein negatives Ereignis stattgefunden hat – eine Beitragserhöhung, eine Kündigung durch den Versicherer oder ein Schaden.

Und auch die eigentliche Substanz des Versicherungsproduktes – die Schadenersatzleistung – birgt nichts Schönes für den Versicherungsnehmer. Er bekommt „lediglich“ einen entstandenen wirtschaftlichen Schaden ersetz. Es bleibt ihm anschließend meist nichts übrig, woran er sich später erfreuen könnte.

Kurz gesagt – mit der Versicherung schafft der Versicherungsvertreter weder fassbaren Mehrwert im monetären Sinne beim Kunden, noch erfüllt er eine sichtbare Schutzaufgabe. Es ist somit auch äußerst fraglich, ob ein Versicherungsvertreter mit seiner spezifischen Leistung auch jemals in der Zukunft einen Feuerwehrmann oder einen Arzt im Ansehen bei den Bürgern überholen könnte.

Vielmehr sollte man sich als Versicherungsvertreter überlegen, wie man einen Versicherungsabschluss mit einem positiven Erlebnis in der Empfindung des Kunden verbinden kann. Nützlich dafür könnte die Erkenntnis sein, dass das Streben nach Sicherheit zu den stärksten Bedürfnissen eines Menschen zählt („materielle und berufliche Sicherheit, Wohnen, Arbeit“ nach Maslow). Solange dieses Bedürfnis nicht befriedigt ist, befindet sich der Mensch nachweislich in einer permanenten Stresssituation. Mit einem umfassenden Versicherungskonzept, oder auch gezielten Einzelabschlüssen können die Sorgen des Kunden aufgefangen werden. Das positive Gefühl der finanziellen Sicherheit sollte demnach zu den gewichtigsten Argumenten eines Versicherungsvertreters werden. Solche Begriffe, wie „Auffangnetz“, „ Rettungsweste“, „Sorgenfresser“ o.Ä. könnten helfen, den emotionalen Mehrwert eines Versicherungsproduktes für den Kunden zu unterstreichen.

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An Pool angeschlossene Makler sind rentenversicherungspflichtig

An Pool angeschlossene Makler sind rentenversicherungspflichtig

Geschrieben am: 20-08-2016

das Landessozialgericht Bayern hat ein Urteil von großer Tragweite für Pool-Vermittler gefällt. Demnach sind die Makler, die den Großteil ihres Umsatzes über einen Maklerpool abwickeln, rentenversicherungspflichtig. Betroffen sind Makler, die mehr als 1/6 ihres Jahresumsatzes von einem Pool beziehen und keine sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter (mindestens 450,01 EUR Gehalt) beschäftigen.

Verhandelt wurde ein konkreter Fall. Der Rentenversicherungsträger hat einen Versicherungsmakler, der an einen Maklerpool angebunden ist, als rentenversicherungspflichtig eingestuft. Das Urteil fiel beim Landessozialgericht Bayern, nach der gleichlautenden Entscheidung des Sozialgerichts Landshut, in zweiter Instanz und ist mittlerweile rechtskräftig. Dem klagenden Makler drohen nun die erheblichen Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen.

Markant ist die Urteilsbegründung des Gerichts. Bisher galt sowohl in der Assekuranz als auch in der Rechtsprechung   der Grundsatz – der Kunde ist der Auftraggeber des Maklers. Im Streitfall sind aber nicht die einzelnen Endkunden die Auftraggeber des Versicherungsmaklers, sondern alleine der Maklerpool, so die Richter. Daher rühre auch die Abhängigkeit des Maklers vom Pool und seine soziale Schutzbedürftigkeit. Die Pressemitteilung des Gerichts: „Sein Geschäftsmodell steht und fällt mit der Anbindung an den Maklerpool. Er bedarf damit ähnlich wie ein abhängig Beschäftigter des Schutzes der gesetzlichen Rentenversicherung.“

Einzelheiten zum Fall gibt es hier.

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Generali Deutschland stellt private Vorsorgeprodukte über Makler ein

Generali steigt aus der privaten Vorsorge über Makler aus

Geschrieben am: 03-03-2016

nun ist es offiziell – die Generali stellt den Vertrieb von privaten Altersvorsorgeprodukten über die Makler ab dem 01.April 2016 endgültig ein. Das teilt der Konzern in seinem aktuellen Informationsschreiben an angebundene freie Versicherungsvermittler mit. Die 3. Schicht der Generali Gruppe wird für die Makler in der Zukunft demnach nur noch über die Dialog Lebensversicherungs-AG zugänglich sein. Die Tochtergesellschaft soll auch für die Verkaufsunterstützung bei Maklern sorgen.

Der Schritt wurde von Generali bereits im Vorwege als Zugeständnis an die unabhängigen Vermittler angekündigt. „Ziel ist es, den Maklern noch bessere, innovative Produkte anzubieten, den Service zu verbessern und die gute Position mit einem klaren, einfachen Auftritt im Maklermarkt auszubauen“, lautete die Offerte des Unternehmens.

Zwar heißt es auch im aktuellen Schreiben des Versicherers unter anderem: „Generali Deutschland startet Offensive im Maklergeschäft“ und „Profitieren Sie mit der Dialog Lebensversicherung-AG von einem starken Partner für biometrische Risiken“, und dennoch scheint der Funke der Begeisterung nicht auf die freien Vermittler übergesprungen zu sein. Zu viele Versicherer ziehen sich derzeit aus dem Geschäft mit kapitalbildenden Lebensversicherungen zurück und zu viele kostenreduzierende Maßnahmen hat die Generali in der letzten Zeit ergriffen um darüber hinwegtäuschen zu können, dass man „unter den Flügeln des Löwen“ offensichtlich nicht länger an Produkten aus der 3. Vorsorgeschicht interessiert ist.

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Die Homepage des Versicherungsmaklers - Ihre Visitenkarte im Internet

Die Homepage des Versicherungsmaklers – Ihre Visitenkarte im Internet

Geschrieben am: 17-01-2016

Die richtige Online-Strategie ist mit entscheidend für den Erfolg eines Versicherungsmaklers. Neben der Präsenz in sozialen Netzwerken ist die eigene Homepage das Aushängeschild des Maklerbüros im Internet. Dank umfangreicher Homepage-Baukästen ist die Gestaltung des Internet-Auftritts kein Hexenwerk.

Designs individuell anpassen

Homepage-Baukästen bieten eine Vielzahl vorgefertigter Designs. Übernehmen Sie diese Vorlagen nicht unverändert. Ist eine andere Homepage zum Verwechseln ähnlich, weil sie aus demselben Baukasten stammt, ist das so peinlich wie zwei Frauen in gleichen Kleidern auf derselben Party. Individualisieren Sie Ihren Auftritt. Überlegen Sie, welche Farben und Schriftarten Sie für Briefbögen, Werbematerial oder eine Leuchtreklame verwenden. Der Internet-Auftritt muss das Corporate Design des Unternehmens aufgreifen. Im kostenlosen Ratgeber von http://www.homepage-erstellen.de/ finden Sie weiterführende Informationen dazu, wie Sie Ihre eigene Versicherungs-Homepage erstellen.

Menüstruktur planen

Auf der Startseite haben Sie Platz für aktuelle Aktionen und Schwerpunktthemen, etwa Reiseversicherungen zu Beginn der Urlaubssaison oder ein Kfz-Angebot zum Kündigungstermin Ende November. Achten Sie unbedingt auf Aktualität – Internet-Nutzer verzeihen keine veralteten Informationen. Stellen Sie sich und Ihre Mitarbeiter in Wort und Bild vor. Heben Sie besondere Qualifikationen wie ein Studium zum Versicherungsfachwirt hervor. Erzählen Sie auf einer weiteren Seite etwas über das von Ihnen vermittelte Geschäft, vielleicht in Form eines kleinen Lexikons der Lebens-, Kranken- und Sachversicherung. Ganz wichtig ist die Möglichkeit zur schnellen Kontaktaufnahme per Telefon, E-Mail oder Online-Formular.

Rechtliche Anforderungen beachten

Als Versicherungsmakler kennen Sie die Angaben, die Sie auf der Visitenkarte machen müssen, etwa die Registrierungsnummer im Vermittlerregister und die Adresse des Versicherungsombudsmanns. Diese Anforderungen müssen Sie neben den allgemeinen Vorschriften über das Impressum zusätzlich berücksichtigen. Auch eine Haftungsbegrenzung für die angebotenen Inhalte sollte auf der Homepage vorhanden sein.

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Wenn Versicherer Makler aussortieren

Wenn Versicherer Makler aussortieren (Bestandssanierung)

Geschrieben am: 08-11-2015

das Thema Bestandssanierung zählt in der Assekuranz zu den ganz sensiblen. Die KFZ-Versicherung tritt dabei am häufigsten ins Erscheinen. Die Diskussionen über den Wohl oder Übel von Sanierungsmaßnahmen durch Versicherungskonzerne spalten die Branche sinngemäß in zwei Lager mit kontroversen Ansichtspunkten. Die durchführenden Versicherer pochen meist auf die beidseitige Auskömmlichkeit des Geschäfts, Beitragsstabilität und den Schutz der Gefahrengemeinschaft vor wenigen „schwarzen Schafen“. Und tatsächlich gehört die Wahrung von Interessen der Versicherten zu den Sorgfaltspflichten eines Versicherers.

Die Argumente der betroffenen Makler sind oft nicht weniger gewichtig. Viele Vermittler sehen sich als Geiseln der nachlässigen Preispolitik von Versicherungskonzernen. Diese liefern sich seit Jahren einen erbitterten Preiskampf um KFZ-Kunden und wirtschaften dabei die Sparte immer mehr in den Ruin. Meist sind nur einige wenige Verträge aus einem Maklerbestand für die hohe Schadenquote verantwortlich. „Warum sollen durch Sanierungsmaßnahmen des Versicherers die übrigen, unauffälligen Kunden des Vermittlers leiden?“ – ist ein weiterer verbreiteter Einwand aus der Maklerschaft.

Mit dem neusten Fall tritt nun ein weiterer Beteiligter ins Szene – ein Maklerpool. Die Maklerpools präsentieren sich mehrheitlich als Interessenvertreter von Maklern und versprechen ihnen Bestandssicherheit durch Konsolidierung. Besonders skurril: im vorliegenden Fall wurde anscheinend gerade ein Maklerpool zum Exekutierter und hat die Sanierungsmaßname – Kündigung der gesamten Makleranbindung samt Bestandsverträgen – im Einvernehmen mit der Versicherungsgesellschaft durchgeführt (lesen Sie die einzelnen Stellungnahmen im Artikel aus dem Anhang). Wie war das noch ein mal mit der Bestandssicherheit…?

Dieser Fall wird im Artikel quasi als Ausnahme bezeichnet, von der nur „wenige auffällige Makler“ betroffen wären. Meldungen der gleichen Art von zahlreichen Maklern in unterschiedlichen Blogs lassen Zweifel an dieser Darstellung aufkommen.

Fakt ist – Sanierungsmaßnahmen durch Versicherer werden sich offensichtlich auch in der Zukunft für einige Makler nicht vermeiden lassen. Wie so oft, auch in solchen Fällen gilt: miteinander reden, gemeinsame Lösungen erarbeiten und die unvermeidlichen, anstehenden Konsequenzen frühzeitig ankündigen. Nur so lässt man die Tür für mögliche spätere Zusammenarbeit einen Spalt breit offen.

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Fehler des „Vorvermittlers“ – mus der Makler haften?

Geschrieben am: 25-10-2015

die Übernahme von bestehenden Versicherungsverträgen eines Kunden in eigenen Bestand mittels Maklervollmacht kann für einen Makler zu einem Haftungsfall werden. Sollte ein übernommener Vertrag nämlich Lücken im Versicherungsschutz aufweisen, muss der neue Makler eingreifen. Bleibt er über längeren Zeitraum nach der Übernahme untätig, so kann er sich im Schadenfall ggf. nicht mehr auf die Fehler des Vorvermittlers berufen. Mehr dazu können Sie dem Artikel im Anhang entnehmen. Fazit – nach jeder Übernahme von Kundenverträgen durch eine umfassende Maklervollmacht sollte der neue Vermittler immer jeden einzelnen Vertrag ausgiebig prüfen und, falls erforderlich, neu ordnen.

Bildquelle: nmann77 / fotolia.com


Maklerpools: Erschwerte Bedingungen für Zukunft?

Geschrieben am: 06-09-2015

eine weitere Veröffentlichung zum Thema Zukunft von Maklerpools gab es von cash-online.de (siehe Anhang). Die Kürzungen von Provisionen durch LVRG werden demnach die Pools schon in Kürze vor großen Herausforderungen stellen. Der Einbruch von Einnahmen aus Vorsorgegeschäft könnte einige davon bereits im kommenden Jahr finanziell ins Schlittern bringen. Ohne erhebliche zusätzliche Investitionen der Poolbetreiber in die technische Ausstattung wird ein möglicher Ausgleich aus anderen Sparten kaum gelingen. 87% der befragten Unternehmen gehen daher von einem „Sterben“ ganzer Maklerpools aus. Der Handlungsspielraum eines Vermittlers verringert sich im Falle einer Poolinsolvenz auf ein Minimum. Um eigene Bestände in den sicheren Hafen zu bringen, sollten Makler möglichst frühzeitig Maßnahmen ergreifen.


Von diesen Gesellschaften wollen die Vertreter weg

Geschrieben am: 30-08-2015

eine interessante Veröffentlichung gab es vom VersicherungsJournal. Im umfassenden Artikel geht es um Wechselbereitschaft von Versicherungsvermittlern (Vertreter). Demnach nahm die Wechselbereitschaft von Mehrfachagenten in den letzten 5 Jahren erheblich ab, wobei die von Einfirmenvertretern mit 13,8% gleich hoch geblieben ist oder sogar leicht zunahm. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die meisten Abgänge die Versicherungsgesellschaften zu befürchten haben, die sich seit Längerem in starken Restrukturierungen befinden. Die meisten Nennungen erzielten Nürnberger, ERGO und Generali, gefolgt von Allianz, R+V und Signal Iduna.


Warum Vermittler die Zusammenarbeit mit einem Maklerpool

Geschrieben am: 02-08-2015

eine Zusammenarbeit mit einem Maklerpool wird von vielen unabhängigen Vermittlern als zunehmend unattraktiv empfunden. Die Sorge um die Zukunft von einigen Pools nach Branchenreformen und die Fragen rund um die Rechte am Bestand nach einer Poolinsolvenz hat schon in der Vergangenheit viele Makler davon abgehalten Versicherungsverträge für Durchschleuser-Plattformen zu vermitteln. Laut einem aktuellen Artikel von Versicherungsjournal ist nun auch die Anzahl von Vermittlern mit bestehenden Maklerpool-Anbindungen merklich rückläufig. Nach der neuen Studie von AssCompact sind gründe dafür vielfältig. Zu den gewichtigsten Argumenten für die Beendigung der Zusammenarbeit zählen unter anderem Unzufriedenheit mit dem Service, Schließung des Maklerpools und keine Freigabe für Übertragung von Bestandsverträgen. Lesen Sie mehr dazu im Artikel aus dem Anhang.


Dokumentationspflicht – wer nicht sauber dokumentiert, muss zahlen

Geschrieben am: 14-07-2015

was in der Versicherungsbranche schon längst zum Standard gehört, ist im Banksektor anscheinend noch nicht so richtig angekommen. Im vorliegenden Fall (siehe Anhang) geht es um einen Schadenersatzanspruch aus einer vermeintlichen Falschberatung in einer Sparkassenfiliale. Das Gericht urteilte zu Gunsten des Klägers, nur weil die Beratung nicht oder nicht ordentlich dokumentiert wurde. Der Berater handelte als ein sog. Erfüllungsgehilfe (angestellter Mitarbeiter), deswegen richten sich die Ansprüche nun an seinen Dienstherren und den Produktanbieter. Im Falle eines selbständigen Vermittlers wäre dieser selbst schadensersatzpflichtig (Dokumentationspflicht).


Google Compare: Makler chancenlos?

Geschrieben am: 08-03-2015

Google hat ein starkes Interesse bekundet auf dem Versicherungsmarkt mitzumachen. Der neue Vergleichsportal für Kfz-Versicherungen in England ist der erste Schritt des Internet-Riesen. Warum die Versicherungsvermittler (Makler) keine Verdrängung vom Markt befürchten sollten erzählt der Kolumne-Beitrag im Anhang.


Provisionsdiskussion & Co: Unzufriedenheit der Makler steigt

Geschrieben am: 08-08-2014

die gesetzlichen Auflagen, Diskussionen um Provisionen sowie wiederkehrende staatliche Marktregulierung drücken laut neuer Umfrage auf die Maklerstimmung erheblich (Provisionsdiskussion /siehe Anhang). Makler sind demnach mehr denn je gefordert ihre Betriebspraxis effizient zu gestalten. Die Lösung könnte, laut Experten, in Konsolidierungen (Maklerzusammenschlüssen) und Nutzung von neuen Technologien liegen.


Internetvertrieb vs. Makler

Geschrieben am: 10-07-2014

das Thema Internetvertrieb spielt in den letzten Jahren immer größere Rolle in der Versicherungsbranche. Meist wird dieser Zweig als Bedrohung für den klassischen Maklervertrieb wahrgenommen. Die neue Studie (siehe Anhang) deutet an, dass die beiden Vertriebswege in der Zukunft eine durchaus ausgeglichene Koexistenz führen werden. Ins Internet würden demnach die preissensiblen Kunden mit Economy-Produkten abdriften. Die qualifizierten Dienste von Maklern werden in der Zukunft hingegen von anspruchsvollen Kunden nachgefragt. Also heißt es weiterhin – keine Angst vom Internet!


Umfang der Risikoermittlung durch den Makler

Geschrieben am: 16-05-2014

die kürzlich gefallene Entscheidung des BGH konkretisiert noch ein Mal den Umfang der Risikoerfassung, die dem Versicherungsmakler im Rahmen seiner Tätigkeit obliegt (siehe Anhang). Er ist verpflichtet die konkreten Tätigkeiten des Versicherungsnehmers, welcher dieser im Rahmen seines Betriebs tatsächlich ausübt, aktiv zu erfragen (Risikoermittlung).

Im vorliegenden Fall verklagte ein Offenbauer den Versicherungsmakler auf Schadenersatz, weil dieser bei der Antragsaufnahme zu der Betriebshaftpflichtversicherung keine Fliesenarbeiten erfasst hat. Im Schadenfall aus dieser Tätigkeit hat sich der Versicherer auf die fehlende Angabe berufen und Leistung abgelehnt.

Das Gericht gab dem Kläger recht – der Makler soll demnach sämtliche Tätigkeiten des Versicherungsnehmers inkl. Nebentätigkeiten intensiv erfragen und erfassen.


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den gesetzlichen Unfallschutz genießen bekanntlich alle Arbeitnehmer in Deutschland während der sozialversicherungspflichtigen Arbeitszeiten sowie auf direkten Wegen zu und von der Arbeitsstelle. Die Frage die sich vor Allem in Verbindung mit den Wegeunfällen immer wieder stellt – wie direkt muss […]

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ein vermeintlicher Rollstuhlfahrer hat seine Krankheit aufwendig inszeniert um Leistungen aus seiner Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Zu diesem Schluss kam der Versicherer nach einer planmäßigen Gesundheitsprüfung und kündigte den Vertrag fristlos. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat den Versicherer kürzlich in seiner Entscheidung […]

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