Datum

Schlüsselwort

Vermittler muss nicht über GKV-System aufklären

Ab hier ist Schluss mit der Beratungshaftung! Vermittler muss nicht über GKV-System aufklären

Geschrieben am: 16-05-2016

wer die Gerichtsurteile der letzten Zeit zum Thema Beratungshaftung mitverfolgt hat, konnte den Eindruck gewinnen, dass der Versicherungsvermittler so ziemlich für alles zu haften hat, was dem Kunden an entgangenen Überschüssen oder gekürzten Versicherungsleistungen wiederfährt. In den klassischen Auseinandersetzungen – Versicherer zahlt nicht, der Kunde gibt sich ahnungslos – wird von Richtern gerne der Makler als Ablassventil für das angestaute gegenseitige Misstrauen genutzt. Warum auch nicht? – Versicherungsbedingungen sind klar formulieret, der Verbraucherschutz ist unumstößlich, und einzig die Beratungshaftung bleibt in ihren Grenzen weitgehend undefiniert.

So war es zumindest bis zur Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln. Im vorgelegenen Fall wurde der Makler nicht einmal von seinem Kunden verklagt, sondern von seiner Ehefrau. Ihr Vorwurf – der Makler hatte ihrem Ehegatten zum Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung geraten. Dadurch kam es für sie zu den höheren GKV-Beiträgen. Die Schuld hatte aus Sicht der Klägerin der Makler, der seine Beratungspflicht verletzt hätte.

Das sah das Gericht aber anders und gab dem Vermittler gleich zweierlei Recht. Zum einen bestand zwischen der Ehefrau und dem Makler kein Vertrag, der seine Beratungshaftung begründen würde. Zum anderen schulde der Makler keine Aufklärung über das GKV-System und die Berechnung der dort zu entrichtenden Beiträge.

Dieses Urteil ist eines der wenigen, der die Maklerhaftung deutlich eingegrenzt und dem ewigen Prügelknaben – dem Makler – etwas Sicherheit in seiner Tätigkeit verleiht. Lesen Sie mehr dazu hier.

Bildquelle: Sven Hoffmann / fotolia.com


keine Gesundheitsbewertung bei PKV-Tarifwechsel

Keine Gesundheitsbewertung bei PKV-Tarifwechsel

Geschrieben am: 14-02-2016

dieses Urteil muss man sich merken – strebt ein Kunde einen PKV-Tarifwechsel beim gleichem Versicherer an, so darf dieser unter Umständen auf keiner erneuten Gesundheitsbewertung bestehen. Wenn der neue Tarif einen Risikozuschlag vorsieht, dann gilt der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des erstmaligen Abschlusses des Versicherungsvertrags als Basis für die Risikoeinstufung. So entschied das OLG Karlsruhe in seinem Urteil (Az.: 12 U 106/15) vom 14. Januar 2016. Die Ausführungen dazu können Sie im Artikel im Anhang nachlesen.

Gleichzeitig legte das Gericht in dieser Entscheidung den § 204 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Halbsatz 2 VVG neu aus. Der Paragraph besagt, dass der Versicherungsnehmer nur dann einen Wechsel in den neuen Tarif von seinem Versicherer verlangen kann, wenn der Zieltarif eine sog. „Mehrleistung“ enthält. Bislang verstand man in der Assekuranz die Mehrleistung üblicherweise als größeren Leistungsumfang. Neue Erkenntnis aus dem o.g. Urteil – eine geringere Selbstbeteiligung im Zieltarif stellt eine Mehrleistung dar (!). Der Versicherungsnehmer darf somit auch in einen günstigen PKV-Tarif wechseln, sofern er zu diesem Tarif eine geringere Selbstbeteiligung wählt.

Ein Versicherungsbüro in Hamburg lässt seine Kunden und Makler über folgenden Link schnell, zuverlässig und absolut unverbindlich die aktuellen PKV-Tarife vergleichen: http://www.setana.de/list-private-krankenversicherung/

Bildquelle: Andrey Popov / fotolia.com


WICHTIG!!!: Wichtige Neuregelung bei Übertritten in die PKV

Geschrieben am: 14-02-2014

nahezu unbemerkt hat es eine gravierende Änderung bei den Voraussetzungen für eine freiwillige GKV-Mitgliedschaft gegeben. Diese Änderung ist wichtig für Übertritte in die PKV. Wer nicht reagiert, muss zahlen.

Bitte berücksichtigen Sie die beiliegenden Informationen in Ihren künftigen Beratungen, um unliebsame Überraschungen für Sie und Ihre Mandanten zu vermeiden.


PKV – Notlagentarif

Geschrieben am: 10-02-2014

zum 01. August 2013 ist ein neues Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung in Kraft getreten. In Folge dessen sind die deutschen Krankenversicherer nun verpflichtet einen sog. Notlagentarif einzuführen (siehe Beispiel im Anhang).

Der Notlagentarif ist ein Tarif für Versicherte in vorübergehenden finanziellen Notlagen. In ihn können Versicherte umgestellt werden, die trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung in einem Zeitraum von sechs Monaten keine Beiträge gezahlt haben. Säumige Beitragszahler können – wenn sie dem nicht widersprochen haben – auch rückwirkend in diesen Tarif gruppiert werden. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Ruhendstellung des Vertrages.

Versicherte im Notlagentarif erhalten Leistungen der Notfallversorgung zur Behandlung von akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen sowie bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Kinder und Jugendliche im Notlagentarif erhalten darüber hinaus Aufwendungen für Vorsorgeuntersuchungen und empfohlene Schutzimpfungen erstattet.

Im Notlagentarif werden keine Alterungsrückstellungen gebildet. Dies ist zur Entlastung der übrigen, vertragstreuen Versicherten notwendig. Die bereits aufgebaute Alterungsrückstellung geht dabei nicht verloren. Zwar wird sie teilweise zur Beitragsminderung im Notlagentarif angerechnet, im Übrigen bleibt sie aber für die spätere Rückkehr des Versicherten in den Normaltarifen geparkt und wird dort verzinst.

Wenn alle Beitragsschulden, Säumniszuschläge und Mahngebühren zurückgezahlt sind, wird der Vertrag ab dem übernächsten Monat automatisch im alten Tarif fortgesetzt.

Bei Fragen zu diesem oder anderen Themen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Softfair PKV-Unternehmesnrating

Geschrieben am: 07-10-2013

das Softwarehaus Softfair hat sein neuestes PKV-Unternehmensrating veröffentlicht.

Daraus ersehen Sie, dass die SIGNAL Krankenversicherung als einer von nur drei Anbietern mit dem Höchstrating „5 Eulenaugen“ bewertet wurde.


Unsere Beiträge

Beitrag Verwirrte Wege zur Arbeit – was zählt als Arbeitsweg, wofür besteht Versicherungsschutz?

den gesetzlichen Unfallschutz genießen bekanntlich alle Arbeitnehmer in Deutschland während der sozialversicherungspflichtigen Arbeitszeiten sowie auf direkten Wegen zu und von der Arbeitsstelle. Die Frage die sich vor Allem in Verbindung mit den Wegeunfällen immer wieder stellt – wie direkt muss […]

Beitrag Volltrunkener Student überflutet ein Hochhaus – ein Fall für Privathaftpflichtversicherung?

brauchen junge Leute eine Privathaftpflichtversicherung? Unsere Antwort – unbedingt! Deutlich kann man am folgenden Beispiel machen. Nach einem durchzechten Abend möchte ein angeheiterter Student in seinem Apartment eine Dusche nehmen. Mitten im Prozess überkommt ihn eine Todesmüdigkeit und er schläft […]

Beitrag Dreiste Lüge führt zur Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung

ein vermeintlicher Rollstuhlfahrer hat seine Krankheit aufwendig inszeniert um Leistungen aus seiner Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Zu diesem Schluss kam der Versicherer nach einer planmäßigen Gesundheitsprüfung und kündigte den Vertrag fristlos. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat den Versicherer kürzlich in seiner Entscheidung […]

Beitrag Rentnerin verunstaltet mutwillig ein Kreuzworträtsel-Kunstobjekt – muss Privathaftpflichtversicherung zahlen?

eine Schreckensnachricht hat Mitte des vergangenen Jahres die Kunstwelt erschüttert. Nein, es ist kein Meisterwerk gestohlen worden und auch kein Museum abgebrannt. Es ist lediglich die Collage des Fluxuskünstlers Arthur Köpcke mit dem abgebildeten Kreuzworträtsel, die unwesentlich beschädigt worden ist. […]

Datenschutz Impressum © Setana Finanz 2000-2016