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Rentnerin verunstaltet mutwillig ein Kreuzworträtsel-Kunstobjekt – muss Privathaftpflicht zahlen?

Rentnerin verunstaltet mutwillig ein Kreuzworträtsel-Kunstobjekt – muss Privathaftpflichtversicherung zahlen?

Geschrieben am: 15-01-2017

eine Schreckensnachricht hat Mitte des vergangenen Jahres die Kunstwelt erschüttert. Nein, es ist kein Meisterwerk gestohlen worden und auch kein Museum abgebrannt. Es ist lediglich die Collage des Fluxuskünstlers Arthur Köpcke mit dem abgebildeten Kreuzworträtsel, die unwesentlich beschädigt worden ist. Skurril waren allerdings die Umstände des Schadenereignisses.

Die Übeltäterin war eine 91-jährige Dame, die mit einer Seniorengruppe das Neue Museum in Nürnberg besuchte. In die Verkettung der unglücklichen Umstände geriet zuvor die Leihgabe des o.g. Kunstwerks aus einer Privatsammlung an das Museum. Hinzu kam die Teilnahme der Rentnerin an einem Schreibkurs im Seniorenheim, im Rahmen dessen der Gruppenausflug in die Kunsthalle stattfand. Den letzten Anstoß für das Delikt gab offensichtlich die Aufschrift des 1977 verstorbenen Künstlers über der Darstellung – „Insert words, so it suits“ – was übersetzt so viel wie „fügen Sie die passenden Wörter ein“ heißt. Die Seniorin füllte sich durch den Satz offenbar persönlich angesprochen und hat ihre ganze schöpferische Energie auf die Vervollständigung des Kunstobjektes fokussiert. Als das Aufsichtspersonal des Museums einschreiten konnte, war das imitierte Kreuzworträtsel von der kreativen Dame mit dem Kugelschreiber teils ausgefüllt. Die Einzelheiten rund um den Fall können Sie hier nachlesen.

Das große mediale Interesse bescherte dem Ereignis die Tatsache, dass die Täterin ihre Aktion anschließend der Museumsleitung und der Polizei gegenüber absolut selbstbewusst verteidigt hat. Sie beteuerte nämlich konstant, ihr Eingriff in das Meisterwerk wäre absolut im Sinne des Künstlers. Die Aktion könnte somit noch größere Wellen schlagen und sogar Nachahmer finden. Man solle sich nicht wundern, wenn engagierte Museumbesucher demnächst der neuen Form der interaktiven Kunst nachgehen und die Graphitzeichnungen von Gustav Klimt in Farben ausmalen.

Kommen wir nun zu einer ernsthaften Betrachtung des Vorfalls. Es liegt ein Schaden vor. Zwei Versicherungen kommen in Frage. Die Kunstversicherung des Ausstellers bzw. Besitzers und die Privathaftpflichtversicherung der Dame. Die erste würde höchstwahrscheinlich primär eintreten und die ihrerseits erbrachten Leistungen bei der Privathaftpflichtversicherung der Seniorin danach per Regress einfordern. Sollte die Privathaftpflichtversicherung keinen Vorsatz in der Handlung ihrer Versicherungsnehmerin nachweisen können (der Vorsatz liegt in diesem Fall nicht vor, da keine feste Absicht der Verursacherin zur Beschädigung ersichtlich ist), so wird sie dem Kunstversicherer die Schadenaufwendungen erstatten müssen. Fakt ist – die Privathaftpflichtversicherung ist ein unverzichtbarer Begleiter für den Alltag. Für Senioren bieten die meisten Versicherer umfangreiche Rabatte in der Sparte an. Hier können Sie schnell und unverbindlich die aktuellen Tarife vergleichen.

Bildquelle: Stockfotos-MG / fotolia.com


Seniorenzuschlag in der KFZ-Versicherung geschickt umgehen

Seniorenzuschlag in der KFZ-Versicherung geschickt umgehen

Geschrieben am: 14-08-2016

der harte Preiskampf in der KFZ-Sparte bringt die Versicherer dazu, die Risiken immer gründlicher zu selektieren. Durch möglichst risikoadäquate Tarifgestaltung sollen die Kunden mit höherem Schadenpotential in den Verträgen auch höhere Prämien in der KFZ-Versicherung leisten und somit für den Ausgleich im Bestand sorgen. Als Negativmerkmale gelten seit Jahren Führerscheinneulinge, Haltergemeinschaften und junge Nutzer. Seit 2012 gilt eine weitere Kundengruppe als besonders schadenreich – Fahrer älter als 60 Jahre.

Eine Recherche vom Magazin ACE LENKRAD hat ergeben, dass die Versicherer noch recht uneinheitlich die Risiken von älteren Fahrern bewerten. Das zeigen die teils drastischen Prämienunterschiede in der KFZ-Versicherung in den betrachteten Beispielen. Ein Versicherer – die HDI – geht sogar seine langjährigen Bestandskunden mit einer besonderen Aktion zur Beitragsanpassung ab einem bestimmten Alter an. Hier finden Sie den Bericht.

Ungeachtet der Diskussion über die Altersdiskriminierung, freiwillige Führerscheinabgabe oder spezielle Fahrprüfungen für Senioren, obliegt es dem Makler auch bei seiner älteren Kundschaft für eine solide und erschwingliche KFZ-Versicherung zu sorgen. Hierzu könnten folgende Tipps nützlich sein:

1. Versicherer wechseln. Wie bereits erwähnt, reagieren die Versicherer derzeit sehr unterschiedlich auf die älteren Fahrer. Verschieden sind sowohl Altersstufen als auch entsprechende Risikozuschläge. Das Vergleichen loht sich hier besonders.

2. Den älteren Vater als Mitnutzer im Vertrag vom Kind aufnehmen. Im Gegensatz zum älteren Fahrer als Versicherungsnehmer ruft ein Senior als Mitnutzer einen wesentlich geringeren Risikozuschlag in der KFZ-Versicherung hervor. Im gleichen Zuge kann die erfahrene SF-Klasse des Seniors vom Kind übernommen werde. Aber auch eine Zweitwagenregelung ist eine Option, denn in den gängigen Tarifen die älteren Fahrer als Nutzer des zweiten Fahrzeugs zugelassen sind.

3. Den Risikozuschlag für älteren Fahrer mit Einschluss von Werkstattbindung kompensieren. Die entsprechenden Tarife von meisten Gesellschaften enthalten zahlreiche Zusatzleistungen. Dazu gehören zum Beispiel Hol- und Bring-Service, Pannenhilfe, Mobilitätsgarantie usw. Der von älteren Menschen geschätzte Komfort kann sich somit in der KFZ-Versicherung doppelt auszahlen.

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Schon wieder verursacht ein Senior am Steuer einen verheerenden Verkehrsunfall

Schon wieder verursachen Senioren am Steuer verheerende Verkehrsunfälle

Geschrieben am: 12-06-2016

immer wieder verlieren Senioren Kontrolle am Steuer und verursachen teils tödliche Verkehrsunfälle. So auch in gleich zwei Fällen innerhalb von 24 Stunden, am 7. und 8. Mai 2016, in Dortmund. Zwei Todesopfer, mehrere Verletzte und ein hoher Sachschaden sind die Folge. Die Auslöser der Tragödie waren jeweils 79- und 84-jährige Autofahrer mit gravierenden Fahrfehlern. Einzelheiten zu den Vorfällen gibt es hier.

Solche Szenarien liefern regelmäßig neuen Zündstoff für die Debatte über besondere Gefahren durch Senioren am Steuer. Nachlassende Fahrtüchtigkeit und Selbstüberschätzung im hohen Alter dienen als Argumente für Forderungen nach speziellen Fahrtests und medizinischen Untersuchungen für ältere Fahrzeuglenker.

Ein schwerwiegender ethischer Aspekt überlagert eine sachliche Befassung mit dem Problem – Ausgrenzung einer (immer größer werdenden) Gruppe der Verkehrsteilnehmer zugunsten der allgemeinen Sicherheit?

Noch heißt es aus Ministerien und Expertengremien fast einstimmig: „die Gruppe der Senioren ist Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil pauschal betrachtet keine unfallauffällige Gruppe“. Aber auch in dieser Hinsicht könnte die anhaltende demographische Bevölkerungsentwicklung in der Zukunft für Korrekturen sorgen.

Allerdings, was sich in pauschalen Betrachtungen der Unfallstatistiken als unauffällig zeigt, sorgt aus den Schadenstatistiken von KFZ-Versicherern mittlerweile für auffälligen Handlungsbedarf. Die meisten Gesellschaften sehen in ihren Tarifen zur KFZ-Versicherung erhebliche Risikozuschläge bei Fahrzeugnutzung durch ältere Fahrer.

Hier können Sie unter Berücksichtigung der speziellen Kundensituation (wie z.B. Nutzeralter) schnell und unverbindlich die aktuellen Tarife zur KFZ-Versicherung vergleichen.

Bildquelle: Andrey Bandurenko / fotolia.com


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