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Wann eine Wasserlache zur Überschwemmung wird

Wann eine Wasserlache zur Überschwemmung wird

Geschrieben am: 28-02-2016

das Landgericht Bochum hat kürzlich in einem Berufungsverfahren eine Wasserlache nach einem Platzregen zum zerstörerischen Naturereignis – Überschwemmung – erklärt und gleichzeitig einen Versicherer zur Zahlung einer Entschädigung verdonnert. Zwar wurde beim Vorfall kein Katastrophenalarm ausgelöst, und dennoch hatte er für einen Autobesitzer und später für eine Versicherungsgesellschaft gravierende Folgen gehabt. Was war passiert? Ein Auto überquerte nach einem Platzregen eine Wasserlache auf der Fahrbahn. Das Wasser spritzte dabei so hoch, dass das Wasser in den Motorraum gelang und in die Scheinwerfer sowie Blinker des Fahrzeugs eindrang. Der nachfolgende Kurzschluss verursachte einen Elektronikschaden von 2.617,30 EUR.

Der Versicherer weigerte sich den Schaden zu begleichen. Seine Begründung – eine Wasserlache wäre keine Überschwemmung. Diese läge immer nur dann vor, wenn ein Gewässer über die Ufer träte. Damit bekam er vor dem Amtsgericht Bochum zunächst Recht, musste dann aber in einem Berufungsverfahren eine Niederlage einstecken. Die Richter am Landgericht Bochum stellten fest, dass “eine Überschwemmung auch dann vorliegt, wenn Wasser in erheblichem Umfang nicht abfließt oder versickert, sondern auf sonst nicht von Wasser bedecktem Gelände steht und dieses überflutet“. Schlussendlich musste der Versicherer seiner Leistungspflicht aus der KFZ-Versicherung nachkommen und neben Reparaturkosten auch noch die Rechtsanwaltskosten übernehmen.

Mehr zu diesem Fall können Sie unter dem Link erfahren: http://www.anwalt.de/rechtstipps/kfz-schaden-ist-ein-wolkenbruch-eine-ueberschwemmung_075612.html?pid=26

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KRAVAG reguliert Schäden in der KFZ-Versicherung von nun an ohne Carglass

KRAVAG trennt sich von Carglass

Geschrieben am: 14-11-2015

auch die besten Beziehungen gehen mal zu Ende. Die KRAVAG verzichtet ab sofort nicht mehr auf den Abzug der vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung bei Rechnungsstellung für Steinschlag- und Glasbruchreparaturen durch Carglass. Das verkündete der Autoversicherer in seinem aktuellen Infoschreiben an seine Vermittler. Die KRAVAG berücksichtigt Carglass von nun an nicht mehr gesondert bei Regulierungen von Glasschäden und löst sich somit endgültig aus der ehemals vielversprechenden Kooperation mit dem Autoglasspezialisten. Alle Hintergründe zur gescheiterten Zusammenarbeit können Sie in unserem aktuellen Blog-Beitrag nachlesen: http://www.setana.de/carglass-ist-kein-versicherers-liebling-mehr/ Ein Versicherungsbüro in Hamburg lässt ihre Kunden und Makler schnell, unverbindlich und ohne Registrierung die neusten Tarife zur KFZ-Versicherung vergleichen: http://www.setana.de/vergleich-rund-ums-auto/

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KRAVAG reguliert Schäden in der KFZ-Versicherung von nun an ohne Carglass

Carglass ist kein Versicherers Liebling mehr

Geschrieben am:

Die Technologie der Steinschlagreparatur von Autoscheiben wurde vor ca.25 Jahren erfunden und rasch den Einzug in die Leistungskataloge von KFZ-Werkstätten gehalten. Mittlerweile gehört die Befüllung von Ausschlägen in den Windschutzscheiben mit Kunstharz zu bedeutenden Einnahmequellen für spezialisierende Betriebe. Ganz vorne mit dabei ist Carglass mit rund 330 Niederlassungen und 380 mobilen Einheiten bundesweit.

Als klare Profiteure des neuen Verfahrens haben sich bislang auch die Versicherungsgesellschaften gesehen, denn eine Steinschlagreparatur kostet dem Versicherer nur ca. 80,- EUR inkl. Steuern. Ein Wechsel der Windschutzscheibe schlägt hingegen mit Kosten ab 600,- EUR zu Buche. Die meisten Versicherungen haben sogar eine sog. „Carglass-Klausel“ in ihre Versicherungsbedingungen eingeschlossen. Demnach verzichtet der Versicherer bei einer Steinschlagreparatur auf die vereinbarte Selbstbeteiligung in der Teilkaskoversicherung, sofern die Reparatur von Carglass durchgeführt wird.

Aktuell steigen allerdings zahlreiche Versicherer aus der Kooperation mit Carglass aus. So ändert auch die KRAVAG mit dem neusten Infoschreiben an Versicherungsvermittler ihre Regulierungspraxis bei Glasschäden. Der große Spezialist für Autoversicherungen verzichtet ab sofort nicht mehr auf den Abzug der vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung bei Vorlage einer Steinschlaginsdtandsetzungsrechnung von Carglass.

Die Gründe für den plötzlichen Sinneswandel werden im Schreiben zwar nicht benannt, diese legte die KRAVAG jedoch bereits in ihren „Wichtigen Hinweisen zur Glasreparatur an Windschutzscheiben“ vom 06.04.2010 offen. Auch während der diesjährigen Roadshows ließ der namhafte KFZ-Versicherer ganz offen seinen Unmut über die zweifelhaften Marketingtaktiken von Carglass verlauten. Die Rede war sogar von einem „Carglass-Effekt“.

Was hat die KRAVAG nur so verärgert? Ganz einfach – offensichtlich ist die erwartete drastische Reduzierung der Schadenaufwendungen in der KFZ-Versicherung durch die strategische Partnerschaft mit dem Autoglasspezialisten gar nicht eingetreten. Umgekehrt – KRAVAG meldet, dass sich seit Beginn der Zusammenarbeit „die Anzahl der Glasreparaturen verdoppelt hat, aber auch die Zahl von ausgetauschten Scheiben gestiegen ist“. Diesen Anstieg der Schäden führt die KRAVAG auf verstärkte Ansprache von Kunden auf öffentlichen Plätzen (z.B. Parkplätze, Autowaschanlagen) und andere bedarfsweckende Marketingmaßnahmen von Carglass zurück.

Der Versicherer macht sogar folgende Empfehlung an ihre Versicherungsvertreter und Makler publik: Hat ein Kunde eine Glasreparatur auf einem öffentlichen Platz durchführen lassen, hat er ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Darüber sollten Sie Ihren Kunden unbedingt informieren. Der Kunde selbst muss den Widerruf schriftlich an die Werkstatt richten, z.B. wie folgt:

„Ich bin auf einem Parkplatz wegen einer Glasreparatur angesprochen worden und habe in dieser Situation den Reparaturauftrag erteilt. Hiermit mache ich von meinem gesetzlichen Recht zum Widerruf Gebrauch. Da die geleistete Arbeit keinen für mich erkennbaren Wert hat, lehne ich eine Bezahlung ab. Meine Versicherung werde ich hiervon informieren.“

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