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Dreiste Lüge führt zur Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Dreiste Lüge führt zur Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Geschrieben am: 01-05-2017

ein vermeintlicher Rollstuhlfahrer hat seine Krankheit aufwendig inszeniert um Leistungen aus seiner Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Zu diesem Schluss kam der Versicherer nach einer planmäßigen Gesundheitsprüfung und kündigte den Vertrag fristlos. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat den Versicherer kürzlich in seiner Entscheidung bestätigt.

Was hat den Versicherer und die Richter zu einer so harten Entscheidung bewegt? Die Hintergründe des Falls sind makaber.

Der Leistungsempfänger wurde von seinem BU-Versicherer zu einer planmäßigen Überprüfung des Gesundheitszustandes eingeladen. Der Mann ist in einem Rollstuhl erschienen und gab vor, starke Schmerzen zu haben. Dem Versicherungsmitarbeiter ist währen des Treffens allerdings der augenscheinlich sportlich-gestählte körperliche Zustand des Rollstuhlfahrers aufgefallen. Zum Verhängnis wurde dem Leistungsbezieher schließlich sein offensichtlich unüberwindbarer Drang zur Selbstdarstellung – während der nachfolgenden Recherchen im Internet fanden die Mitarbeiter des Versicherers zahlreiche Fotos des Mannes, auf denen er als erfolgreicher Marathonläufer posierte.

Endgültig überführt wurde der marathonlaufende Rollstuhlfahrer indem er dem Mitarbeiter eines vom Versicherer eingeschalteten Detektivbüros seine Dienstleistungen als Küchenbauer anbot. Hier geht es zur Pressemitteilung des OLG Oldenburg vom 20. 12. 2016.

Information am Rande: jährlich werden laut GDV-Statistik über 40.000 Anträge auf Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung gestellt. In 77 Prozent der Fälle (gut 3 von 4 Anträgen) werden die Leistungsansprüche durch Versicherer anerkannt. Insgesamt schließen  jährlich rund 720.000 Berufstätige einen Vertrag zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung ab.

Bildquelle: bubutu / fotolia.com


5 dümmste Versicherungsbetrüger und Versicherungsbetrug im großen Stil

5 dümmste Versicherungsbetrüger und Versicherungsbetrug im großen Stil

Geschrieben am: 19-02-2017

Versicherungsbetrug beschert der Versicherungsbranche allein in den SUH-Sparten jährlich einen Mehraufwand von 4 Milliarden Euro. Schätzungsweise steckt hinter jeder zehnten Schadenmeldung  eine betrügerische Manipulation. Es sind ca. 2,4 Millionen Fälle pro Jahr.

In 64% der Manipulationen geht es um übertriebene Schadenhöhen, in den restlichen 36% werden die Schäden entweder anders dargestellt oder gar ausgedacht. Glücklicherweise handelt es sich in meisten Betrugsfällen um dilettantische Einzeltaten mit großen Aufklärungsaussichten für Versicherer ( hier geht es zu den fünf dümmsten Versicherungsbürgern, ausgekürt durch GDV).

Des reichte sechs Männern aus dem Kreis Nettetal/Krefeld offensichtlich nicht. Im Zeitraum zwischen Februar 2009 und Oktober 2012 soll die Gruppe insgesamt 45 Autounfälle vorgetäuscht haben und so auf satte Entschädigungen aus KFZ-Versicherungen gekommen sein. Die Bande bestand nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft aus mehreren Stuntman, einem Rechtsanwalt und einem Gutachter. Nun wird den Beteiligten Prozess gemacht. Der Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs hat sich zwischenzeitlich durch Geständnisse einiger Beschuldigten erhärtet. Hier können Sie die Einzelheiten nachlesen.

Bildquelle: BortN66 / fotolia.com


Der dreisteste Versicherungsbetrüger von Berlin

Der dreisteste Versicherungsbetrüger von Berlin

Geschrieben am: 30-10-2016

es ist bekannt, dass die Versicherungsbranche einen fruchtbaren Boden für Betrug und Manipulationen aller Art bietet. Die meisten Fälle ereignen sich im Bereich der sog. Frequenzschäden (= Kleinschäden). Die gewerbsmäßigen Gauner zielen für gewöhnlich darauf ab, mit ihren einzelnen Schadenmeldungen möglichst nicht aufzufallen und von den Versicherern aus vielen Bagatellschäden zu möglichst hohen summarischen Entschädigungsleistungen zu kommen.

Ein Versicherungsbetrüger aus Berlin hatte für diese erprobte Vorgehensweise anscheinend keine Geduld. Mit seiner Masche wollte er von Versicherern insgesamt 630.000,- EUR und gleich in großen Tranchen ergaunern. Aber nicht nur seine Ansprüche an die Versicherungsgesellschaften waren so ausgefallen, nicht weniger abenteuerlich waren seine jeweiligen Schadenschilderungen. Sie reichten vom verschollenen Fingerring bis zum zerschlagenen Edelgeschirr.

Erwartungsgemäß flog der Versicherungsbetrug auf, und der Fall landete im April 2016 vor Gericht.

Erstaunlich ist dabei die Tatsache, dass bei solchen hohen Leistungssummen und bizarren Schadenverläufen die Versicherer offensichtlich erst bei einer verhältnismäßig geringen Forderung des Betrügers von nur 28.000,- stutzig geworden sind.

Die Einzelheiten zum Fall gibt es hier zum Nachlesen.

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Rentnerin vergräbt tote Freundin im Tomatenbeet und kassiert für sie Rente

Rentnerin vergräbt tote Freundin im Tomatenbeet und kassiert für sie Rente

Geschrieben am: 24-07-2016

dieser skurrile Fall wurde im April dieses Jahres vor dem Amtsgericht Alsfeld verhandelt. Zum Prozessauftakt im März hieß es aus den Pressemitteilungen, die angeklagte Rentnerin, Marie-Luise S. (75), hätte ihre Freundin, Elise W. († 81), aus purer Nächstenliebe aus einem Altenheim zu sich nach Hause geholt. Bis zum Tod der pflegebedürftigen Dame in 2005 hätte sich die jüngere Freundin um sie gekümmert. Der Todesfall ist der Gemeindeverwaltung erst 8 Jahre später aufgefallen. In dieser Zeit kassierte die 75-Jährige Leistungen aus Pflege- und Rentenversicherung der verstorbenen, die sie gleich nach dem Tod im eigenen Tomatenbeet vergrub. Hier ist eine der Pressemitteilungen zum Fall.

Die Richterin hat im Prozess allerdings weder Verständnis noch Milde der Angeklagten gegenüber gezeigt. Sie hat die Rentnerin zu 3 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Damit lag sie ganze 8 Monate über der Forderung der Staatsanwaltschaft, die 2 Jahre und 10 Monate verlangte. Dabei hat die Rentnerin offensichtlich noch Glück gehabt, denn das Vergraben von Toten im Garten juristisch nur eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die in diesem Fall bereits verjährt ist.

Die Gesetzesdienerin wollte der gebrechlichen Rentnerin, die in den Gerichtssaal mir einem Rollator kam, ihre herzzerreißende Geschichte nicht abnehmen. Die Beweisaufnahme hat nämlich gezeigt, dass die Angeklagte mit ihrer Pflegetätigkeit ausschließlich materielle Vorteile im Blick hatte. Die Richterin sprach von „fündiger Frau“ und „finanziellen Motiven“. Zuvor provozierte die 75-Jährige die Richterin mit vier verschiedenen Schilderungen des Tathergangs und stellte sich zeitweise taub. Hier können Sie die Einzelheiten zum Fall nachlesen.

Offensichtlich hat die alte Dame die Altersvorsorge falsch verstanden. Eine frühzeitig abgeschlossene Rentenversicherung ist die beste Lösung gegen Geldsorgen im Alter.

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Versicherungsvertreter reguliert Schäden, die es nicht gibt

Versicherungsvertreter reguliert Schäden, die es nicht gibt

Geschrieben am: 08-05-2016

wenn Sie der Meinung sind, alle Schadenarten in der Kompositversicherung zu kennen, nämlich Personen- Sach- und Vermögensschäden, dann unterliegen Sie offensichtlich einem Irrtum. Man lernt bekanntlich nie aus. Ein Versicherungsvertreter aus Limbach-Oberfrohna hat eine neue Art von Schäden in seine Praxis eingeführt – Phantomschäden. Er hat seine Muttergesellschaft, die ERGO, für Schäden aufkommen lassen, die es gar nicht gab.

Jahrelang hat der Versicherungsvermittler mit seinen Schadendartstellungen Baron Münchhausen in den Schatten gestellt. Nach einem Autounfall meldete er, zum Beispiel, in einer Schadenanzeige an seine ERGO-Vertretung, der Fahrzeughalter hätte einer alten Dame mit einem Rollator ausweichen müssen, wonach er eine Betonsäule rammte. Nach Zeugenangaben war es tatsächlich die Ehefrau des Versicherungsagenten, die das fremde Fahrzeug lenkte und irgendwo aneckte.

Allerdings hat der Versicherungsvertreter seine Rechnung ohne vermeintliche Geschädigten gemacht. Diese hat er nämlich nicht erfunden, offensichtlich aber auch nicht immer in seine Pläne eingeweiht. Eine Kundin ist stutzig geworden, als sie von ERGO ein Schreiben mit Beitragsanpassung aufgrund von zahlreichen Schadenfällen bekam. Die aufgeregte Versicherungsnehmerin hat den Mann in 2012 angezeigt und eine gerichtliche Auseinandersetzung mit vielen Beteiligten ausgelöst.

Am 25.02.2016 gab es, nach Befragung von insgesamt 18 Zeugen, eine Gerichtsentscheidung zum Fall. Lesen Sie mehr dazu unter diesem Link – Versicherungsvertreter im Zwielicht.

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KFZ-Versicherung und die Masche mit den provozierten Autounfällen

KFZ-Versicherung und die Masche mit den provozierten Autounfällen

Geschrieben am: 02-04-2016

der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vermutet hinter jedem zehnten Blechschaden im Straßenverkehr einen Betrugsfall. Diese Zahl ist besorgniserregend, zumal die meisten Autofahrer in ihrer Fahrpraxis mindestens einmal an einem Verkehrsunfall beteiligt waren. Das lässt einen schon nachdenklich werden – war der Unfallgegner ehrlich oder war der Unfall womöglich von ihm provoziert? Viel wichtiger ist dabei die Frage, ob und wie man sich gegen solche Betrüger in der Zukunft schützen kann. Dass es sehr wohl geht, behauptet ein Experte für KFZ-Versicherung in einem Artikel von Wochenspiegel (siehe PDF-Dokument). Auch wie man Manipulationen am Unfallort erkennt und dagegen vorgeht erklärt der Spezialist darin ganz genau.

So lautet seine Empfehlung – wenn Sie als Verursacher des Unfalls in Frage kommen, sollten Sie trotz Stress und womöglich Schuldgefühlen immer wachsam am Unfallort bleiben, auf die Kleinigkeiten achten und, ganz wichtig, die Sache nicht sich selbst überlassen. Ihre KFZ-Versicherung übernimmt zwar die Reparaturkosten vom beschädigten Fahrzeug (bei Vollkasko auch vom eigenen), im Folgejahr verteuert sie sich jedoch durch die Erhöhung ihres persönlichen Schadenfreiheitsrabattes.

Nur wenige wissen – Schutz des Versicherten gegen die unberechtigten Ansprüche gehört zu den wichtigsten Aufgaben der KFZ-Versicherung. Wenn nötig auch vor Gericht und auf eigene Kosten. Sollten Sie also Verdacht schöpfen, dass Ihr Unfallgegner den Zusammenstoß der Fahrzeuge absichtlich provoziert hat, melden Sie es Ihrem Versicherer unbedingt! Wie Sie die Maschen von KFZ-Betrügern erkennen, erfahren Sie ebenfalls im PDF-Dokument.

Bildquelle: Dan Race / fotolia.com


Versicherung stoppt Berufsunfähigkeitsrente wegen Strandfotos

Versicherung stoppt Berufsunfähigkeitsrente wegen Strandfotos

Geschrieben am: 07-02-2016

so kann man Betrugsfälle auch aufdecken – die dänische Rentenbehörde lässt ihre Mitarbeiter regelmäßig im Internet nach aktuellen Informationen über Bezieher von Sozialleistungen suchen. So ist den Beamten ein vermeintlich an Burn-Out erkrankter Arbeitnehmer ins Netz gegangen, der die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente empfing (siehe Artikel im Anhang). Zum Verhängnis wurden dem 36-jährigen Rentner die lustigen Standfotos, die er in sein FaceBook-Profil geladen hat.

Die Frage ist nun, ob ein dauerhaft an Depressionen leidender Mensch sein Verhalten in jeder Lebenssituation der attestierten Diagnose anpassen muss, unter dem Motto: wenn man Krank ist, soll man sich gefälligst auch so benehmen. Und die Moral von der Geschichte? Wenn man eigenes Privatleben im Internet publik macht, sollte man sich nicht wundern, wenn unbefugte ihr Nutzen daraus ziehen.

Mehr zu Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie unter folgendem Link nachlesen: http://www.setana.de/lebensversicherung/. Unser Versicherungsbüro in Hamburg steht für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

Bildquelle: Sergey Nivens / fotolia.com


Teenie-Millionär (19) fackelt seinen Ferrari vor Puff

Geschrieben am: 23-08-2015

Versicherungsbetrug im KFZ- Bereich gibt es in unterschiedlichen Dimensionen, vom erfundenen Steinschlag an der Windschutzscheibe bis hin zum manipulierten Diebstahl. Das Beispiel aus dem Anhang gehört eideutig zum größeren Kaliber. Beachtenswert sind die Gründe des Verbrechens und Unverschämtheit der Vorgehensweise (Ferrari abgefackelt).


Finger Abgetrennt – versuchter Betrug am Unfallversicherer

Geschrieben am: 16-11-2014

den Versicherungsbetrug gibt es in unterschiedlichen Dimensionen – vom kaputten Mobiltelefon als Vorwand für ein neues Model des selben bis hin zu gestellten Autoschäden. Im vorbenannten Fall geht es um vieles Mehr als nur Sachbeschädigungen. Der Anspruchsteller hat sich offensichtlich mutwillig erhebliche Körperverletzungen zugeführt einzig um Versicherungsleistung zu erlangen. Ärgerlich für ihn – der versuchte Betrug wurde aufgedeckt. Wenn man an die Folgen des Vergehens denkt, kann man sogar Mitleid mit dem Pechvogel bekommen…

Über folgenden Link lässt ein Versicherungsbüro in Hamburg Kunden und Makler unkompliziert, unverbindlich und ohne Registrierung aktuelle Tarife zur Unfallversicherung vergleichen: http://www.setana.de/vergleich-unfallversicherung/


Alles Lüge – vermeintliche Autodiebstähle aufgeklärt

Geschrieben am: 11-05-2014

schon gehört? Es gibt unter Versicherungsnehmern auch schwarze Schafe. Ein Beispiel dazu können Sie dem Artikel im Anhang entnehmen. Alle Marktbeteiligten – Gesellschaften, Vermittler und auch Kunden -sollten gleichermaßen an der Aufklärung von solchen und ähnlichen Fällen interessiert sein, denn manipulierte Schäden belasten die ohnehin angespannte Schadensituation der KFZ-Versicherer enorm. Folge sind die steigenden Beiträge und verärgerte Kunden. Häufige Kaskoschäden können ein Indiz für versuchte Manipulationen sein.

Es gilt also – Augen auf im Makleralltag.


Unsere Beiträge

Beitrag Verwirrte Wege zur Arbeit – was zählt als Arbeitsweg, wofür besteht Versicherungsschutz?

den gesetzlichen Unfallschutz genießen bekanntlich alle Arbeitnehmer in Deutschland während der sozialversicherungspflichtigen Arbeitszeiten sowie auf direkten Wegen zu und von der Arbeitsstelle. Die Frage die sich vor Allem in Verbindung mit den Wegeunfällen immer wieder stellt – wie direkt muss […]

Beitrag Volltrunkener Student überflutet ein Hochhaus – ein Fall für Privathaftpflichtversicherung?

brauchen junge Leute eine Privathaftpflichtversicherung? Unsere Antwort – unbedingt! Deutlich kann man am folgenden Beispiel machen. Nach einem durchzechten Abend möchte ein angeheiterter Student in seinem Apartment eine Dusche nehmen. Mitten im Prozess überkommt ihn eine Todesmüdigkeit und er schläft […]

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Beitrag Rentnerin verunstaltet mutwillig ein Kreuzworträtsel-Kunstobjekt – muss Privathaftpflichtversicherung zahlen?

eine Schreckensnachricht hat Mitte des vergangenen Jahres die Kunstwelt erschüttert. Nein, es ist kein Meisterwerk gestohlen worden und auch kein Museum abgebrannt. Es ist lediglich die Collage des Fluxuskünstlers Arthur Köpcke mit dem abgebildeten Kreuzworträtsel, die unwesentlich beschädigt worden ist. […]

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